Produktmanager
Produktmanager sorgen für neue Ideen und höhere Umsätze
Ob bei Lebensmitteln, Waschmitteln oder Pharmaprodukten – von der Entwicklung bis zu Verpackung, Markennamen und der Lifecycle-Planung sind Produktmanager in Wirtschaftsunternehmen entscheidend. Sie entwerfen Marktstrategien und Produktinnovationen und sorgen dafür, dass die potenziellen Kunden neue Produkte wahrnehmen. Auch recherchieren sie Marktlücken und setzen ihre Ideen zusammen mit der Fertigungsabteilung um.
Produktmanagement – das ist zum einen die Entwicklung und Betreuung eines Produkts oder einer Marke wie ein Auto, ein Lebensmittel, ein Medikament, Waschmittel oder auch ein Rasenmäher und zum anderen eine wichtige Position im modernen Betriebsgefüge eines Wirtschaftsunternehmens. Der Produktmanager entwirft Marketingkonzepte und neue Ideen für Marken und Produkte und führt diese bis zur Marktreife in den Verkauf. Bei ihm läuft die Koordination beteiligter Partner sowie der Abteilungen innerhalb des Unternehmens für Entwicklung, Werbung, Service, Logistik und Verkauf zusammen.
Der Produktmanager muss ein Gespür für die Bedürfnisse der Kunden haben und auch stets auf dem neuesten Stand über die Entwicklungen bei der Konkurrenz sein. Ein Produktmanager sollte auch einschätzen, wie lange sich ein Produkt voraussichtlich am Markt hält: Eine so genannte Lifecycle-Planung beinhaltet, das Produkt rechtzeitig vom markt zu nehmen oder zu verändern, wenn die Verkaufszahlen nachlassen. Gegebenenfalls muss rechtzeitig ein Anschlussprodukt neu entwickelt werden.
Produktmanager sind meistns Quereinsteiger
Einen speziellen Ausbildungs- oder Studiengang "Produktmanagement" gibt es in der Regel nicht, Produktmanager gelten als Quereinsteiger. Wer Produktmanager werden möchte sollte in jedem Fall eine kaufmännische Ausbildung oder noch besser zusätzlich – ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium der Betriebswirtschaft absolviert haben.
Während des Studiums ist es dabei wichtig, sich viel mit Marketing zu beschäftigen. Während des Studiums ist es zudem wichtig, durch vielfältige Praktika Erfahrungen bei großen und auch mittelständischen Unternehmen zu sammeln. Danach bewerben sich Hochschulabsolventen bei den Unternehmen meist um einen Posten als "Junior-Produktmanager".
Wer bereits ein Betriebswirtschaftsstudium oder auch eine kaufmännische Lehre hinter sich hat und in einem Unternehmen tätig ist, kann jedoch auch berufsbegleitend ein zwei Semester dauerndes Weiterbildungsstudium absolvieren. Das bietet beispielsweise die Fachhochschule für angewandte Wissenschaften in Schmalkalden (Thüringen) an. Nach einer Abschlussprüfung erhält man dort das Zertifikat eines Produktmanagers. Die Studienkosten betragen 2400 Euro pro Semester. Es gibt auch zahlreiche Fernstudiengänge zur Weiterbildung, die staatlich anerkannte Abschlüsse anbieten.
Produktmanager haben gute Karriereaussichten
Das Einstiegsgehalt für einen Produktmanager unterscheidet sich nach Region und Unternehmen. Es liegt monatlich durchschnittlich bei etwa 3000 Euro brutto in Mecklenburg-Vorpommern und bei knapp 5000 Euro in München. Da die Karrieremöglichkeiten bei privaten Unternehmen der Konsumgüterindustrie meist sehr vielfältig sind, können auch die Einkommen danach noch stark steigen. So ist der Aufstieg zum Produktmanager, Marketing- oder Vertriebschef oder gar zum Unternehmenschef möglich. Hier liegen die Bruttojahresverdienste zum Teil auch mit individuell vereinbarten Erfolgszulagen in der Regel bei weit über 100 000 Euro.















