Mechatroniker
Der moderne Elektrotechniker
Seit 1998 gibt es den Beruf des Mechatronikers, der die Aufgaben des Elektromechanikers mit dem der komplexen Steuerungs-und Informationstechnik ergänzt. Der Arbeitsbereich bezieht sich hauptsächlich auf den Anlagen- und Maschinenbau sowie der Stahl- und Elektroindustrie.
Durch den voranschreitenden Einbezug des Computers in die Arbeitswelt war eine Modernisierung des Elektrotechnikers notwendig. Deshalb wurde er vor zwölf Jahren, durch eine Ausbildungsverordnung, vom Mechatroniker abgelöst. Dieser erfüllt somit alle Erfordernisse im Bereich des Anlagen- und Maschinenbaus, einschließlich der steuerungs- und informationstechnischen Komponenten.
Den Auszubildenden wird also beigebracht, wie man Bausätze und ihre Komponenten zusammenstellt und vormontiert sowie das aufstellen und montieren von Maschinen und Anlagen bei einem Kunden. Im weiteren Schritt muss ein Mechatroniker diese Maschinen und Anlagen programmieren und deren Hard- und Software installieren können. Auch die anschließenden Betrieb, Funktions- und Sicherheitsprüfungen sind in die Arbeit integriert.
Ein mittlerer Schulabschluss ist notwendig, um einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker zu bekommen
Für den Beruf des Mechatronikers ist laut Bundesbildungsgesetz zwar keine besondere Schulbildung vorgeschrieben, aber die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit besagen, dass die große Mehrheit der Ausbildungsanfänger, 64 Prozent, einen mittleren Schulabschluss haben. Nur sechs Prozent haben einen Hauptschulabschluss, 24 Prozent der angenommenen Bewerber besitzen sogar Hochschulreife. Gute Noten in den Fächern Mathematik, Physik, Informatik und auch Englisch sind für die Bewerbung auf jeden Fall wichtig.
Die Ausbildunglänge zum Mechatroniker liegt insgesamt bei dreieinhalb Jahren. Bei besonders guten Auszubildenden kann diese um sechs Monate verkürzt werden oder in Sonderfällen auch verlängert werden. Werden Tariflöhne gezahlt, bekommen die angehenden Mechatroniker im ersten Lehrjahr maximal 774 Euro, im zweiten 819 Euro, im dritten 884 Euro und im vierten Ausbildungsjahr monatlich maximal 942 Euro als Entlohnung ausgezahlt. Absolventen eines Berufsbildungszentrums erhalten keinen Lohn.
Mechatroniker haben vielseitige Weiterbildungsmöglichkeiten
Das Einkommen eines Mechatronikers variiert je nach Branche und Anforderungen. Laut Tarifsammlung des bayerischen Arbeitsministeriums beträgt die Grundvergütung in Deutschland etwa monatlich 2400 - 2900 Euro brutto. Je nach Betriebszugehörigkeit und Verantwortungsbereich steigen die Gehälter allerdings sukzessive.
Zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten auf einer Hochschule oder Universität ermöglichen den Aufstieg zum Ingenieur, Prozessmanager oder Techniker. Viele Qualifizierungslehrgänge stehen Mechatronikern heute offen, um zum Industriemeister oder Kraftwerksmeister aufzusteigen.
Die Arbeit des Mechatronikers wird sowohl im Gehen als auch im Stehen in zum Teil lauten Produktionshallen und Werkstätten verrichtet. Dazu kommen Schichtarbeit und ständig wechselnde Aufgaben mit Kundenkontakt sowie Montageeinsätze im Ausland. Die Nachfrage an Mechatronikern ist steigend und mit einer bei einem deutschen Unternehmen absolvierten Ausbildung oder auch einigen Jahren Berufspraxis sind Mechatroniker global gefragt.















