Maler
Maler und Lackierer müssen vielseitig sein
Der Ausbildungsberuf Maler und Lackierer ist sehr begehrt, beinhaltet aber auch eine fordernde Ausbildung, die viele Auszubildende leider zum Abbruch zwingt.
Das Handwerk des Malers und Lackierers befasst sich mit Anstrichen aller Art sowie der Vor- und Schlussbeschichtung von Wänden und Decken im Innen- und Außenbereich. Außerdem beinhaltet die Arbeit das vorstreichen und lackieren von unterschiedlichen Flächen, wie zum Beispiel Türen oder Fenster. Ein weiteres Arbeitsfeld umfasst die Beschichtung von Flachen zur Schutzfunktion gegen zum Beispiel Korrosion!
Vor allem bei männlichen Schulabgängern mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss sieht man einen Trend zum Maler, obwohl die vielleicht abschreckende Abbruchrate im Vergleich mit anderen Ausbildungsberufen sehr hoch ist. Nach der dreijährigen Ausbildung kann man heute direkt mit dem Weiterbildung zum Malermeister fortfahren und hat die Möglichkeit zur Selbstständigkeit. Ein Auszubildender erhält während der Ausbildung zum Gesellen im Durchschnitt ein Gehalt von rund 480 Euro. Nach der nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhält ein Geselle monatlich cirka 1800 Euro brutto mit 25 Tagen Urlaubsanspruch.
Ein Maler braucht viel Geschick
Maler sind meist in einer Werkstatt, Baustelle oder Wohnung tätig. Da ist handwerkliches Geschick unumgänglich, anders als bei anderen handwerklichen Berufen fallen die körperlichen Anforderungen eher gering aus. Es gibt zwei Spezialisierungs-Richtungen die sich wesentlich voneinander unterscheiden. Dabei fällt in den Aufgabenbereich des Malers zum Beispiel die Gestaltung von Fassaden und Innenräumen bei Alt- und Neubauten. Auch Lackier- und Streicharbeiten an Decken und Wänden sowie das Verlegen von Fußböden und das Tapezieren sind im Arbeitseintag eingeschlossen. Der Lackierer wiederum befasst sich mit der Oberflächenbehandlung von Metallen, wie beispielsweise in der Autoindustrie oder in Auto-Werkstätten. Für die Tätigkeit als Maler bzw. Lackierer sind eine hohe Kreativität und auch eine gute Kenntnis von Oberflächenstrukturen und –eigenschaften, da die Oberflächen oft durch nach den individuellen Wünschen der Kunden gestaltet werden. Da of unter relativ großem Druck gearbeitet wird, sollte man genau arbeiten können aber auch Geduld aufweisen.
Maler brauchen ein Gefühl für Ästhetik und Farben
Da auch ein Maler auch im Kundengespräch eine Beratung gibt verlangt das Berufsbild bei Gestaltungsfragen ein gutes Gefühl für Ästhetik und Farben. Ein gewerblicher Maler hat hauptsächlich zwei Tätigkeitsbereiche: Beschichten und Bemalen. Beschichten ist die Oberflächenbehandlung und das Aufbringen von Belägen (Tapezieren, Wand-, Decken- und Bodenbeläge oder Folienbeschichtungen). Bemalen ist sowohl das Anstrichwesen im Baugewerbe (Wand, Decke, Böden, Fenster, Türen und Möbel) und das Lackieren von Bauteilen, Geräten und Maschinen (Schutz vor Feuchtigkeit, Hitze, Rost, Schlag) auf Putz, Stein-, Holz-, Beton-, Metall- und Kunststoffflächen.
Die wichtigsten Arbeitstechniken bei den Arbeiten eines Malers und Lackierers sind unter anderen das Grundieren, Tapezieren, Spachteln (Ausgleichen, Glätten) sowie Schleifen, Streichen und Fluten. Dabei greifen die Maler auf folgende Arbeitsmittel zurück: Pinsel, Farbwalzen und Spachteln, Spritzpistolen, Spritzaggregate, Farben und Lacke sowie chemische Lösungsmittel.
















