Immobilienmakler
Viele Ausbildungsmöglichkeiten zum Immobilienmakler
Ein Immobilienmakler bringt Angebot und Nachfrage zusammen und hilft bei der Suche, dem Kauf, Verkauf oder Mieten einer Immobilie. Gerade wenn man kein Fachwissen hat und in einer Großstadt, mit hoher Wohnimmobiliennachfrage, nach einem Objekt sucht, lohnt sich ein Immobilienmakler.
Der Begriff des Immobilienmaklers ist nicht geschützt. Um als solcher zu arbeiten, ist ein Gewerbe als Immobilienmakler anzumelden und dann zu betreiben. Dazu ist lediglich eine Erlaubnis nach § 34c der deutschen Gewerbeordnung nötig. Gerade deshalb betonen die Verbände die Qualität ihrer eigenen Makler, die in der Regel über eine Ausbildung verfügen.
Ein Immobilienmakler kann seine Kunden auf verschiedene Arten vertreten. Zum einen gibt es den so genannten Allgemeinauftrag, bei dem der Auftraggeber auch noch weitere Immobilienmakler beschäftigen oder selbst suchen kann. Bei einem Alleinauftrag darf man keinen weiteren Makler beauftragen aber weiterhin selber suchen. Des Weiteren gibt es den qualifizierten Alleinauftrag welcher jegliche Abwicklung allein auf den Immobilienmakler überträgt.
Bezahlt wird ein Immobilienmakler mit einer Provision dessen Höhe zwar im Rahmen gesetzlicher Grenzen bleiben muss, aber grundsätzlich frei verhandelt werden kann. Diese orientiert sich an der Marktlage und dem Preis der Immobilie. Im Regelfall erhält ein Immobilienmakler 3 bis 7 Prozent des Kaufpreises für die Vermittlung eines Immobilienverkaufs und bis zu zwei Netto-Monatskaltmieten, zuzüglich der Mehrwertsteuer, bei privaten Immobilienvermietungen.
Viele Anbieter für die Ausbildung zum Immobilienmakler
Es gibt verschiedenen Ausbildungsweg zum Immobilienmakler. Darunter fallen z.B. Fernlehrgänge bei einem privaten Anbieter, eine Ausbildung bei der IHK sowie Kurse an einer Akademie der Immobilienwirtschaft. Laut dem Immobilienverband Deutschland ist die Auswahl der richtigen Ausbildung angesichts der vielen Anbieter schwierig.
Zum Beispiel wäre ein Einstiegsseminar an einem Wochenende für eine erste Orientierung passend, für eine Tätigkeit als selbstständiger oder als angestellter Immobilienmakler aber nicht ausreichend. Die Empfehlung dafür ist, laut Immobilienverband der Besuch eines professionellen Lehrgangs, am besten als Präsenzkurs. Um die nötigen Praxisrelevanten Themen auch richtig vermittelt zu bekommen sollten die Ausbilder Experten sein und Erfahrung im beruflichen Alltag haben.
Eine Fördermöglichkeit zur Deckung der könnte man bei der Arbeitsagentur oder durch das Meister-BAföG nach dem Aufstiegsförderungsbildungsgesetz (AFBG) prüfen zu lassen. Dabei ist es wichtig, dass der Ausbildungsanbieter staatlich anerkannt ist.
Der Immobilienverband zählt folgende Themen zum Grundwissen für Immobilienmakler: Maklerrecht, Grundstücksrecht, Grundbuchrecht, Grundzüge von Wohnungs- und Teileigentum, Bauträgervertrag, Mietvertrag, Baurecht und Baunutzungsrecht, Immobilien- und Unternehmenssteuern, Wertermittlung, Marketing, Wettbewerbsrecht und Anzeigengestaltung, Maklerkalkulation, Unternehmensführung und Vorgehensweise bei der Existenzgründung. Realistisch eingeschätzt, kann man diesen Lehrstoff in ca. 120 Stunden vermittelt. Wenn der erste Lehrgang zum Geprüften Immobilienmakler absolviert ist, können Interessierte später mit einem Kurs in Wertermittlung oder eine Ausbildung zum Immobilien-Fachwirt sich weiter fortbilden. Dabei kooperiert der Immobilienverband Deutschland bei der Ausbildung mit zwei Akademien: die Europäische Immobilien Akademie (EIA) und die Deutsche Immobilien Akademie (DIA).















