Fotograf
Ein Fotograf sollte ein gutes Auge für Details haben
Fotografen sind vielseitig tätig und beschäftigen sich zum Beispiel mit Menschen, der Natur, Werbung oder Architektur. Fotografen arbeiten fest angestellt oder freiberuflich und der Beruf fordert ein hohes Niveau an Kreativität.
Da man den Beruf des Fotografen nicht pauschalisieren kann, variiert auch die Ausbildung zum Fotografen stark. Es erfordert zum Beispiel unterschiedliche Vorraussetzungen um Stars auf dem Roten Teppich abzulichten und einen Vogel in der Natur zu knipsen. Die Bereiche reichen dabei von Architektur-, Kunst- und Industriefotografie über Presse-, Werbe- und Naturfotografie bis hin zur Event-, Mode- und Porträtfotografie.
Ein Foto ist die Momentaufnahme einer bestimmten Situation - diese gilt es besonders gut zu fangen. Als Presse-Fotograf begleitet man Journalisten zu den Ereignissen in der Stadt. Ein Mode-Fotograf lichtet Kleidungsstücke passend ab und ein Architektur-Fotograf zeigt die Formen von Bauwerken aus der passenden Perspektive. Ohne den Blick für Details, ein wenig technisches Verständnis und Kreativität sind im Berufsleben genauso gefordert wie ein leichter Umgang mit Menschen.
Die Ausbildung zum Fotografen ist stark nachgefragt. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist, wie die meisten Ausbildungsberufe, in Berufsschul- und Betriebs-Zeiten aufgeteilt. In Deutschland gibt es allerdings nur noch wenige Berufsschulen die zum Fotografen ausbilden. Für einen Ausbildungsplatz sind die Mittlere Reife und ein Fotografie-Praktikum in einem Fotostudio oder einer Werbeagentur Vorraussetzung. Eine der bekanntesten Ausbildungsstätten ist der Lette-Verein in Berlin, der in Fotodesign ausbildet und deren Ausbildung kostenpflichtig ist. Um beim Lette-Verein angenommen zu werden muss man zusätzlich eine Aufnahmeprüfung bestehen. Die angehenden Fotodesigner werden während der Ausbildung in Porträt- und Modefotografie, Bildjournalismus, Architektur- und Landschaftsfotografie, Sachfotografie und Bildgestaltung unterrichtet.
Zusätzlich kann man, zur staatlich anerkannten Berufsausbildung an einer Berufsfachschule, ein weiterführendes Studium, zum Beispiel an einer Kunsthochschule, absolvieren. Ebenso kann man durch Workshops bei Profi-Fotografen im angestrebten Fachbereich einsteigen und so als Assistent bei einem Profi in das Metier einsteigen.
Viele Fotografen arbeiten freiberuflich
Der Beruf ist ein zulassungsfreier Handwerksberuf, es kann also jeder als Fotograf arbeiten, auch ohne Nachweis einer Meisterprüfung. Die Berufsbezeichnung ist, ebenso wie Bildreporter und Bildjournalist, nicht geschützt und ermöglich somit auch Autodidakten sich beruflich zu engagieren.
Fotografen werden nicht nur in den oben genannten Bereichen eingesetzt sondern auch im Film oder der Videotechnik, aber auch eine Spezialisierung ist möglich. Fotografen arbeiten vorwiegend freiberuflich, bedingt abhängig von der Nichtaufnahme vieler Lehrlinge durch den Ausbildungsbetrieb.
Aufträge erhalten Fotografen meist von Zeitungen aber auch von Online-Portalen, der Industrie oder Modedesignern. Selbständig vermarkten sich künstlerisch arbeitende über das Internet wo sie ihre Aufnahmen auch verkaufen.
Fotografen haben die unterschiedlichsten Verdienstmöglichkeiten. Man kann aber grundsätzlich sagen, dass das Anfangsgehalt eines angestellten Fotografen bei cirka 2000 Euro liegt. Ein Profi der in Modefotografie arbeitet kann aber ein Vielfaches davon verdienen.
















