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Fußball

FC Sylt trainiert im Kreis Segeberg beim Bimöhler SV

„Wir wollen Meister werden“, sagt Volker Koppelt, 64, Mäzen, Präsident und Trainer des Fußball-Clubs Sylt. Der frühere Oberliga-Fußballer, inzwischen erfolgreicher Hotelier und Unternehmer auf der Nordseeinsel, hat den Fußball zu seinem persönlichen Steckenpferd gemacht und will mit seiner Mannschaft unbedingt den Titel in der Schleswig-Holstein-Liga holen.

Dafür greift Koppelt tief in die Tasche. Er hat sich eine Mannschaft zusammenkauft, die das ehrgeizige Ziel auch realisieren kann. Vor einem Jahr lockte er Andreas Krohn von Eintracht Norderstedt zum Insel-Klub und hatte den früheren Zweitligaprofi und Torschützen vom Dienst Oliver Hirschlein (damals beim WSV Tangstedt, inzwischen Eintracht Norderstedt II) fast schon an der Angel.

Zu Saisonbeginn hat Volker Koppelt sein Team, das sich ungefährdet die Meisterschaft in der Verbandsliga Nord-West gesichert hatte, fast komplett ausgetauscht. Vom SV Henstedt-Ulzburg holte er die Leistungsträger Timo Mäkelmann, Sebastian Mahnke und Benjamin Hermberg. Vom amtierenden Schleswig-Holstein-Liga-Meister Holstein Kiel II kamen Timo Bruns, Matthias Hummel, Björn Kastner und Shpend Meshekrani zum FC Sylt. Seine expansive Transfer-Politik krönte Koppelt mit der Verpflichtung des Drittliga-Kickers Dimitrij Guscinas (Holstein Kiel), der auf dem Platz sein verlängerter Arm sein und ihn zudem bei der Trainertätigkeit unterstützen soll.

Guscinas hat die Aufgabe, die „Söldner-Truppe“ zu einer Mannschaft zu formen und auch körperlich in Schuss zu bringen. „Konditions-Coach“ nennt Koppelt seinen prominentesten Neuzugang. Dimitrij Guscinas soll dreimal in der Woche das Training leiten.

Als Stützpunkt haben sich die Insulaner die Anlage des Bimöhler SV ausgesucht. „Die haben im Moment keine Mannschaft, so dass wir uns eingemietet haben. Dort herrschen erstklassige Bedingungen“, sagt Volker Koppelt. Bimöhlen liegt ungefähr in der Mitte der Strecke zwischen Hamburg und Kiel, so dass die Spieler des FC Sylt zumutbare Anfahrtswege zu ihren Übungseinheiten haben.

Die Heimspiele trägt der Schleswig-Holstein-Liga-Aufsteiger, der auch von den Konkurrenten als Meisterschaftskandidat gesehen wird, beim TSV Fahrdorf in der Nähe von Schleswig aus.

Besonders emotional war das erste Aufeinandertreffen der Sylter mit dem SV Henstedt-Ulzburg nicht. „Das ist schon eine gute Mannschaft mit vielen starken Spielern. Aber so übermächtig habe ich Sylt nicht erlebt“, sagte SVHU-Defensivmann Andreas Meyer nach der 0:1-Niederlage beim 2. Kisdorf-Cup. Das Team von Trainer Jens Martens hielt lange gut mit, konnte sich allerdings keine klaren Chancen erarbeiten.

„Das war nur ein Test. Im ersten Punktspiel geht es sicher ein wenig intensiver zur Sache“, sagte Sebastian Mahnke, der nach 25 Minuten sitzend das Siegtor für den FC Sylt gegen seinen früheren Klub markierte. Seinen Vereinswechsel kommentierte der Goalgetter ganz nüchtern: „Der SVHU hat mir ein Vertragsangebot gemacht, das ich nicht annehmen konnte. Beim FC Sylt habe ich zugeschlagen.“ (mt)

 

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