Vor 35 Jahren brannte die Lüneburger Heide
Auch vor annähernd genau 35 Jahren herrschte nach lange anhaltender Sommerhitze extreme Trockenheit – und es kam zum bis dato größten Wald- und Flächenbrand Deutschlands. Mehrere kleinere Flächenbrände in den Landkreisen Gifhorn und Celle gerieten außer Kontrolle, und es entwickelte sich ein riesiger Waldbrand in der Lüneburger Heide. In den Tagen nach dem 8. August 1975 waren am Ende mehr als 15000 Feuerwehrleute, darunter auch aus Schleswig-Holstein und Hamburg, mit mehr als 3800 Fahrzeugen im Einsatz. Dazu kamen fast 11000 Bundeswehrsoldaten, denen es gelang, mit schwerem Räumgerät Brandschneisen zu schlagen.
Erst am 17. August waren alle Brände gelöscht. Der 10. August war ein schwarzer Tag in der Geschichte der Feuerwehr: Während Feuerwehrleute aus Wolfsburg-Fallersleben bei Meinersen den Waldbrand bekämpften, drehte plötzlich der Wind und trieb bis zu 20 Meter hohe Flammen auf die Männer zu. Den Brandbekämpfern war der Weg abgeschnitten, fünf Feuerwehrleute kamen ums Leben.
Beim großen Brand in der Lüneburger Heide wurden insgesamt fast 7500 Hektar Wald vernichtet. Es entstand ein Sachschaden von umgerechnet mehr als 18 Millionen Euro. (bos)









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