Helene-Lange-Gymnasium ist spitze

Note 1,92: Schon wieder bester Abiturschnitt der Hamburger Schulen

Die Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums haben beim Abitur wie im Vorjahr die beste Durchschnittsnote hingelegt – sie kamen auf einen Spitzenwert von 1,92. Damit führen die Eimsbüttler Gymnasiasten ein Ranking der Schulen an, das der parteilose Bürgerschaftsabgeordnete Walter Scheuerl auf Basis von Senatsantworten auf seine Kleinen Anfragen erstellt hat. Die Spanne der Ergebnisse ist groß: Der schlechteste Abiturdurchschnitt lag bei 3,13. Insgesamt landeten die meisten Gymnasien erneut vor vielen Stadtteilschulen. Gut – und als beste Stadtteilschulen – schnitten die Stadtteilschule Winterhude (2,28) und die Max-Brauer-Schule (2,31) ab, deren Schüler bessere Leistungen zeigten als viele Gymnasiasten.

Unter den 20 besten Schulen Hamburgs liegen im Bezirk Eimsbüttel das Wilhelm-Gymnasium (2,14) auf Rang 8, die Sophie-Barat-Schule (2,14) auf Platz 9 und das Gymnasium Ohmoor (2,23) auf Position 15.

"Das Abitur-Ranking bestätigt auch in diesem Jahr, dass die Gymnasien ihren gesetzlichen Bildungsauftrag erfüllen und ihre Schüler deutlich besser auf das Abitur vorbereiten als die bisherigen Gesamtschulen, die inzwischen in Stadtteilschulen umgewandelt worden sind", kommentierte Scheuerl die Auswertung.

Kritiker halten die Aussagekraft eines solchen Rankings für begrenzt. Es sagt jedenfalls wenig über die Schulqualität aus, weil eine Schule mit einem sozial schwachen Einzugsgebiet und einer schwierigen Schülerschaft eine sehr viel größere pädagogische Leistung vollbringen muss, um die Jugendlichen zu einem – wenn auch mäßigen – Abitur zu führen, als ein Vorzeigegymnasium mit kleinen Leistungsträgern aus bildungsnahen Elternhäusern.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.