Hamburg Einbruchsserie im Norden offenbar aufgeklärt

Foto: Michael Arning

Polizeibeamte verhafteten in Hamburg drei Männer, die dringend tatverdächtig sind, an mindestens 106 Einbrüchen in ganz Norddeutschland beteiligt gewesen zu sein. Sechs Wohnungen wurden durchsucht.

Buchholz/Hamburg. Eine Serie von mindestens 106 Einbrüchen in ganz Norddeutschland hat die Polizei klären können. Die Beamten verhafteten in Hamburg drei Männer, die dringend tatverdächtig sind. Bereis einige Tage zuvor war wegen eines Raubüberfalls ein 30-Jähriger festgenommen worden, der laut Polizei ebenfalls zu der Bande gehören soll. Bei der Durchsuchung von sechs Wohnungen in der Hansestadt wurden rund 400 Beweisstücke wie Uhren, Schmuck oder Fernseher entdeckt. Außerdem stellten die Ermittler fünf Fahrzeuge und 4400 Euro in bar sicher. Bei den Einbrüchen in Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen sei ein Gesamtschaden von rund 500.000 Euro entstanden, teilte die Polizei am Donnerstag in Buchholz (Kreis Harburg) mit.

Allein im Landkreis Harburg war die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr auf 1079 angestiegen. Im Jahr davor hatte die Polizei nur 687 derartige Taten registriert. Der wegen dieses drastischen Anstiegs gegründeten Ermittlungsgruppe "Wohnhaus" gelang nun am vergangenen Freitag der Durchbruch. Die vier Tatverdächtigen im Alter zwischen 28 und 30 Jahren stammen aus Montenegro und Serbien. Zu dem Erfolg hätten auch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung beigetragen, betonte ein Polizeisprecher.