Schaffenswert
Hier wird das Wetter gemacht
Wann kann ich endlich mal wieder "blaumachen"? Wie oft ein Arbeitnehmer diesem Gedanken nachhängt, das ist eine Extrastudie wert - kann aber an dieser Stelle nicht genauer erfasst werden. Denn hier geht es nicht ums Blaumachen oder Schwarzarbeiten, sondern um die Fulltime-Jobs in den Stadtteilen. Und die sind rar gesät. Die meisten Saseler und Wellingsbüttler müssen zur Arbeit pendeln, vor Ort gibt es nur wenige Arbeitgeber. Doch immerhin wird hier das Wetter gemacht.
Am Frahmredder sitzt die technische Dienststelle des Deutschen Wetterdienstes. Die rund 120 Mitarbeiter erstellen von hier aus seit 1975 Wetterprognosen, kündigen Unwetter an und betreuen alle Wetterstationen in Norddeutschland.
Größter "Brötchengeber" ist jedoch ein anderes Unternehmen: die Hamburger Werkstatt GmbH, die seit 1975 am Meiendorfer Mühlenweg ansässig ist. Die 1920 als "Werkstätten für Erwerbsbeschränkte" gegründete Einrichtung beschäftigt über 650 Werkstattmitarbeiter und 180 fest zum Haus gehörende Angestellte.
Einige Saseler arbeiten aber auch im kleineren Gewerbegebiet Saseler Bogen. Seit Beginn der 1970er-Jahre haben sich inzwischen rund 50 meist mittelständische Betriebe hier angesiedelt. Eine der jüngsten ist die Harley-Davidson-Niederlassung von Axel Kunth-Jost. Er betreut mit 15 Mitarbeitern ein chromblitzendes Paradies für MotorradFreaks, Bastler und alle, die sich ihren Jugendtraum doch noch erfüllen wollen.
Bei so viel Fleiß haben es die 9726 Wellingsbüttler gar nicht so leicht, Paroli zu bieten. Doch womit verdienen diedenn nun ihre Brötchen? Die meisten pendeln zur Arbeit in die Stadt, einige sind aber auch im benachbarten Alstertal-Einkaufszentrum beschäftigt. Tatsächlich bietet die Einkaufsoase mit den 240 Geschäften nicht nur alles, was das Shopper-Herz begehrt, sondern auch viele Arbeitsmöglichkeiten.
Weitere Arbeitgeber sind die Peter-Petersen-Gesamtschule, die Grundschule Strenge - von deren Namen allerdings nicht auf die Haltung der Lehrer geschlossen werden sollte - sowie die rund 40 Geschäfte im Ortskern.
Und weil nach der Arbeit bekanntlich das Vergnügen kommt, gibt es in den beiden Stadtteilen ein breit gefächertes Freizeitangebot - vom Sportverein bis zum Kulturzentrum.



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