Erinnernswert
Vom Adel begehrt
Wer denkt, Harburg hinke dem Rest der Stadt hinterher, der irrt. Harburg ist voraus. Das war schon 1847 so. Damals hieß es: Wer per Zug in den Süden reisen will, muss von Harburg starten. Einen Anschluss nach Hamburg gibt es erst 25 Jahre später. Den Harburgern ist das egal. Sie gehören seit 1642 zum Besitz der Herzöge von Lüneburg-Celle. 1705 geht Harburg dann an das Kurfürstentum Hannover. Und der Adel investiert, baut die 1135 errichtete Horeburg - mit der "Burg im Sumpf" begann die Besiedelung Harburgs - zuerst zum Schloss und 1845 zu einer modernen Hafenanlage um.
Die Hamburger erblassen vor Neid. Zumal Harburg - anders als Hamburg - 1854 Mitglied des Deutschen Zollvereins wird und damit zu einem begehrten Industriestandort. Mit dem Aufschwung wächst die Harburger Bevölkerung um das Fünffache auf 19 000 Einwohner. 1866 wird Harburg vom Königreich Preußen annektiert. Seit 1938 gehört es zu Hamburg. Am 21. November 1944 wird die Innenstadt durch einen alliierten Luftangriff zerstört. Doch Harburgs Herz hat nie aufgehört zu schlagen. Überreste der Burg finden sich in den Mauern des Hauses Bauhofstraße 8 auf der Schlossinsel.
Geschichtlich interessant sind auch Lämmertwiete, das Helms-Museum (Museumsplatz 2), der alte Harburger Friedhof (Bremer Straße) und der historische jüdische Friedhof auf dem Schwarzenberg.



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