21.02.12

HVV

Ab 5. März in fast allen Bussen: Vorne einsteigen, bitte!

Durch die Kontrollen an der vorderen Bustür konnte der Anteil der Schwarzfahrer deutlich reduziert werden. Mehreinnahmen von drei Millionen Euro.

Foto: Michael Rauhe
Fahrgäste steigen in einen HVV-Bus ein (Archivfoto)
Vorne einsteigen soll beim HVV bald im gesamten Hamburger Stadtgebiet gelten

Hamburg. Mit Beginn der Frühjahrsferien am 5. März müssen alle Fahrgäste von HVV-Bussen den vorderen Einstieg benutzen. Ein Modellprojekt , das seit März 2011 in Bergedorf und Harburg läuft, sei insgesamt positiv verlaufen, teilte der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) mit.

Durch die Kontrollen an der vorderen Bustür konnte der Anteil der Schwarzfahrer deutlich reduziert werden - in Harburg von 6,6 auf 1,7 Prozent und in Bergedorf von 4,8 auf 1,9 Prozent. Dadurch gab es für den HVV Mehreinnahmen in Höhe von drei Millionen Euro. Lutz Aigner, Geschäftsführer des HVV, freut sich: "Unsere Erwartungen bezüglich der Mehreinnahmen sind übertroffen worden, wir hatten mit einem Plus von zwei Millionen Euro gerechnet." Durch die Ausweitung des "Einstieg-vorn-Konzepts" geht er von weiteren deutlichen Umsatzsteigerungen aus.

+++ Bus-Knigge für Einsteiger +++

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Mit bis zu sechs Millionen Euro rechnet der HVV für das gesamte Gebiet. Die Fahrzeiten hätten sich wegen Warteschlangen vor der Bustür in den Testbereichen nicht verlängert. Die Fahrgäste hätten sich schnell an die neue Regelung gewöhnt. Daher müssen vom 5. März an alle Fahrgäste in Hamburg den vorderen Einstieg benutzen. Rollstuhlfahrer, Passagiere mit Rollatoren oder Kinderwagen können aber weiter die hinteren Türen zum Einsteigen nutzen. Ausgenommen sind ebenfalls die Nutzer der stark frequentierten Buslinien 4, 5 und 6. Bei einem Aufkommen von etwa 60 000 Fahrgästen täglich allein auf der Linie 5 sei die Regelung nicht durchführbar, sagt Aigner.

Das "Einstieg-vorn-Konzept" ist Teil des schon seit 2010 laufenden "HVV-Fahrkartenprüfkonzepts" zur Reduzierung des Schwarzfahrens. Der HVV schätzt, dass durch Schwarzfahrer rund 24 Millionen Euro pro Jahr verloren gehen. Eine Senkung der Fahrkartenpreise wegen der höheren Einnahmen ist aber nicht geplant.

(hpmd)
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