Auch in den Ferien sorgt die geplante Einführung der Primarschule zum Schuljahr 2010/2011 weiter für Diskussionen.

Die geplante Einführung der Primarschule zum Schuljahr 2010/2011 wird weiterhin kontrovers diskutiert.
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Hamburg. Anlass: Ein Zwischenbericht über einen "Schulversuch sechsjährige Grundschule" kommt zu dem Schluss, dass sich, verkürzt ausgedrückt, aus dem längeren gemeinsamen Lernen weder Vor-, noch Nachteile ableiten lassen.
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"Hamburgs Modell-Primarschulen liefern keinen Beweis für die Behauptung von Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL), die Primarschule sei die bessere Schulform", kritisiert SPD-Schulexperte Ties Rabe. Er hatte eine Kleine Anfrage zu dem Versuch gestellt, in dem von 2000 bis 2006 die Grundschulen Bei der Katharinenkirche und Beim Pachthof testweise zu Primarschulen umgewandelt worden waren.
In seiner Antwort verweist der CDU/GAL-Senat auf einen Zwischenbericht vom November 2007, der bislang aber nicht veröffentlicht wurde. "Kein Wunder. Denn das Ergebnis kann der Schulbehörde nicht gefallen", sagt Rabe. "Ob die Primarschule nützt oder schadet, weiß niemand. Denn zu viele Schüler haben während des Schulversuchs die Primarschulen verlassen." "Besonders pikant" findet Rabe es zudem, dass der Bericht des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung unter der Leitung des heutigen Schulstaatsrats Ulrich Vieluf verfasst worden war.
Dem Papier zufolge liegen die Lernstände der Schüler teilweise "hochsignifikant" über dem mittleren Niveau, zum Beispiel beim ersten Testjahrgang an der Schule Beim Pachthof. In anderen Bereichen lagen die Ergebnisse aber "deutlich unter dem mittleren Niveau", zum Beispiel beim zweiten Testjahrgang an der Schule Katharinenkirche.
"Wir warten den Abschlussbericht ab", sagt Schulbehörden-Sprecher Jan Bruns. Der werde Ende des Jahres vorliegen. Der Zwischenbericht liefere zwar wichtige Erkenntnisse zur Primarschule, beantworte aber nicht die Frage nach dem Erfolg dieses Modells. Das sei auch nicht der Sinn des Schulversuchs.












