Konzerthaus Elbphilharmonie-Neuordnung: CDU fordert Transparenz

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Die CDU beklagt nach der Einigung zwischen Stadt und Baukonzern, dass der SPD-Senat zu wenig Antworten auf offene Fragen gebe.

Hamburg. Nach der Neuordnung des Projektes Elbphilharmonie hat die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft mehr Transparenz von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) verlangt. "Es gibt tausend offene Fragen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf die Wahrheit", sagte der CDU Fraktionsvorsitzende Dietrich Wersich am Donnerstag in der Hansestadt.

Die Christdemokraten hätten deshalb eine ganze Reihe von kleinen Anfragen zu der vorläufigen Einigung zwischen der Stadt und dem Baukonzern Hochtief gestellt. Hamburgs bekannteste Baustelle soll nach CDU-Angaben in der kommenden Woche erneut Thema in der Bürgerschaft sein.

Der SPD-Senat hatte sich Mitte Dezember trotz Kostenexplosionen, Baustillstand und Zeitverzögerungen gegen eine Trennung von Hochtief entschieden. Das Konzerthaus soll nun erst im Frühjahr 2017 eröffnen und noch einmal 200 Millionen Euro teurer werden. Es sei offen, wie sich die Mehrkosten genau zusammensetzen, kritisierte Wersich.

Unklar sei auch, warum auf eine Haftung des Generalplaners verzichtet worden sei und warum dieser 35 Millionen Euro mehr erhalte solle. Maßgeblich für den Erfolg der Philharmonie sei die Akustik, betonte Wersich. Doch es sei bislang nicht klar geworden, wer die Gewährleistung für die Akustikplanung am Ende übernehmen werde.

Die neuen Verträge zwischen Hochtief, der Stadt und den Architekten sollen bis zum 28. Februar unterzeichnet werden. Dabei wird die Zusammenarbeit der ehemaligen Kontrahenten neu organisiert: Hochtief und die Architekten wollen erstmals direkt zusammenarbeiten, die Stadt zieht sich zurück und beobachtet nur noch. Die Elbphilharmonie soll nun einen "Pauschalfestpreis" von 575 Millionen Euro kosten. Ursprünglich hieß es, das Konzerthaus werde den Steuerzahler einmal 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein.