Sonnabend, 21. November 2009, 20:02
Früher war hier der Wilde Westen des Alten Landes, noch heute verbindet die Cranzer Fähre das größte Obstanbaugebiet Europas mit Blankenese.
Die multikulturelle Meile hinterm Hauptbahnhof will weg von ihrem Schmuddel-Image - hin zum modernen Quartier für Studierende und Touristen.
Wo Gastronom und Hotelier Eugen Block seine ersten Steaks briet, sind Parkplätze rar, und die Bäume haben Knutschflecke ...
Zwischen Bäcker mit Post und "Kap Hoorn" zeigt sich das Kirchdorf von der lauschigen Seite. Junge Familien fühlen sich wohl, Vierbeiner auch.
Einst wurden hier Angeln und Wattwürmer verkauft, jetzt Kunst, Schmuck und Kimonos. Und bei Enzo schlemmen Klitschkos und HSV-Spieler.
Hier braust der Verkehr zum nahen Flughafen, trotzdem sitzen viele gern an der Straße zum Kaffeetrinken. Die Geschäfte und Cafés bringen Flair.
Hübsche Kapitänshäuser in einer der schönsten Lagen Hamburgs - direkt an der Elbe. Der Fluss prägt die Menschen unterhalb vom Dorf Blankenese.
Hier wohnt man beschaulich und kann trotzdem alles einkaufen, was man zum täglichen Leben braucht ...
Es ist ruhig im "Einkaufsdorf Klein Borstel". Zum Verlieben, finden die Bewohner.
Wer erleben möchte, wie die Schanze noch vor zehn Jahren aussah, sollte einen Ausflug ins Reiherstiegviertel in Wilhelmsburg machen.
Eine reine Wohngegend. Ruhig ist es hier aber nicht immer - der Flughafen liegt nebenan. Thomas Andre und Stephan Wallocha haben sich umgehört.
Verena Töpper und Fotograf Andreas Laible haben Bewohner getroffen, die Rotwein mit Cola trinken und Zeitung als Hobby betreiben.
Das Quartier bietet alles, was St. Pauli hat. Tagsüber schön hamburgisch. Nachts erwacht die Szene mit Schwulen-Bars und Touristenkneipen.
In einem Teil gibt es friedliche Dorfidylle, in dem anderen fast die Atmosphäre einer Fußgängerzone - und auch eine Kuh ...
"In den Vierlanden wohnt man nicht, hier lebt man", sagen Bewohner zwischen Blumenkulturen und Gemüseanbau.
In der Verlängerung von Mühlenkamp und Hofweg haben sich inzwischen einige Läden mit besonderen Angeboten niedergelassen.
Am Rande des Schanzenviertels ließen Beatles ihre Haare schneiden; Verona Pooth war hier zu Hause, die KPD-Zentrale und ein bizarres Studio.
Die Auswahl reicht von 250 Sorten Käse, Fisch und Biofleisch über Currywurst und Kaminöfen bis zum Szenetreff.
Ein Bericht von Eckkneipen, einer bunten Kirche und grauen Häusern - und wie jeder hier versucht, das Viertel besser zu machen, als sein Ruf ist.
In einer der kürzesten Straßen der Stadt findet sich das schönste historische Flair, das Hamburgs Süden zu bieten hat.
Wo einst der Große Brand ausbrach und Ole von Beust eine Sozialwohnung hatte, laden heute gleich sieben Restaurants zum Verweilen ein.
Zwischen dem Bahnhof Altona und der Stresemannstraße siedeln Kreative inmitten von Gleisen und zehllosen Brauerei-Lastern.
Zwischen Elbchaussee und Friedensallee treffen zwei Welten aufeinander: bürgerliches Wohnquartier und ehemaliges Arbeiterviertel.
Zwischen Eppendorfer Weg und Bismarckstraße fühlen sich viele Bewohner wie auf einer Insel der Seligen - sie lieben die historische Roonstraße.
Im Portugiesenviertel gibt es nicht nur viele Cafés und Restaurants, sondern auch manche Skurrilität zu entdecken.
Tradition und Moderne, Jung und Alt, Wohnen und Weggehen – die Grelckstraße im Stadtteil Lokstedt vereint viele Gegensätze.
Leben in Hamburg