Rallycross - verhaltener Start in der Motorsportarena
Oschersleben. Da haben sie den ganzen Winter geschraubt, geredet, geträumt und gefiebert. Wenn doch endlich Mitte März wäre! Beim ersten Lauf zur deutschen Rallycross-Meisterschaft 2008 (kurz: DRX 2008) sollte sich zeigen, ob sich der ganze Aufwand, den sie in den letzten Monaten in Kauf genommen hatten, wirklich gelohnt hat. Dann sollte sich zeigen, ob das, was man an technischen Lösungen ausgetüftelt hat, auch in der Praxis funktioniert.
Dann kommen sie alle nach Oschersleben, 47 Fahrer und eine Fahrerin, samt Mechanikern, Familie und Freunden, sie packen aus, trainieren ein bisschen, dann der Sonntag, jetzt wird es ernst - und es regnet fast den ganzen Tag, es ist kalt und stürmisch. Wirklich keine idealen Bedingungen, für manchen kommt es noch dicker: "Ich hatte in den Tagen vorher 40 Grad Fieber", sagt Andreas Steffen.
Der Buxtehuder ist einer der Favoriten auf den Titel bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen (2WD). Er hatte sich den Peugeot 206 S1600 des tschechischen Ex-Europameisters Jaroslav Kalny gekauft, am Auto sollte die Meisterschaft nun eigentlich nicht mehr scheitern. In Oschersleben waren andere schneller, Ex-Europameister Sven Seeliger zum Beispiel, aber auch der zehnfache deutsche Rallycross-Meister Rolf Volland und überraschenderweise auch die beiden Dänen Thomas Mark und Ulrik Linnemann. Am Ende war Steffen Vierter, er blieb aber gelassen: "Die Meisterschaft wird nicht im ersten Rennen entschieden." Der nächste Lauf zur DRX 2008 findet auf dem Estering statt, Steffens Hausstrecke.
Dort fühlt sich auch der Leversener Jörg Jockel zu Hause. Der deutsche Rallycross-Meister 2004 startet in der "großen Division", also bei den Autos mit Turboaufladung, Vierradantrieb und Beschleunigungen von 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden. Der Motor seines Ford Focus T16 4x4 wird vom Horneburger Motorenspezialisten Marco Henker und von der norwegischen Rallycross-Legende Martin Schanche betreut. In Oschersleben lief der Motor super, dafür streikte beim Start zum Finale das Getriebe. Jockel wurde aber als Dritter gewertet. Sein Kommentar: "Das wird noch besser."


Branchenbuch Hamburg
So kommen Sie voran
Das Rätsel des Tages

100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook





