Wiebke Baseda im Goldrausch
Harburger Leichtathletik-Seniorin gewinnt bei der Hallen-DM in Erfurt Titel im Hürdensprint, Hochsprung und Speerwurf.
Harburg/Hittfeld. Nicht etwa zur Gold-Rosi, wie die allseits bekannte Rosi Mittermaier 1976 in Innsbruck, sondern zur Gold-Wiebke mutierte Wiebke Baseda bei den deutschen Leichtathletik-Hallen-Meisterschaften der Senioren in Erfurt. Die 49-Jährige von Grün-Weiss Harburg gewann im Feld der Seniorinnen W50, für diese Einstufung ist ihr Geburtsjahrgang 1958 entscheidend, drei Gold- und eine Bronzemedaille.
Die knappste Entscheidung bot Basedas Lieblingsdisziplin, der 60-Meter-Hürdenlauf. Hier rettete die Mutter von Speerwurf-As Jonas Baseda einen winzigen Vorsprung von fünf Hundertsteln vor Renate Behrens (LG Weserbergland) ins Ziel. Auch im Speerwurf musste sie lange kämpfen, bis sie sich im sechsten und letzten Versuch (30,49 Meter) an die Spitze setzte. Zuvor hatte sich Baseda im vom Sturmtief Emma beeinträchtigten Wettbewerb drei Fehlversuche geleistet. Unangefochten gewann die Harburgerin im Hochsprung mit 1,36 Meter und lief über 400 Meter (79,99 Sek.) zu Bronze.
Erstmals seit Jahren kehrte Langsprinterin Brigitte Heidrich aus Stelle ohne Titel von deutschen Senioren-Meisterschaften zurück. Die für den TSV Eintracht Hittfeld startende 46-Jährige musste sich über 400 Meter der zwei Jahre älteren Petra Kauerhof vom LAZ Obernhof-Miltenberg geschlagen geben. Der Rückstand war allerdings nur minimal. Heidrich rannte bei den Seniorinnen W45 gute 62,28 Sekunden und war damit neun Hundertstel zu spät im Ziel.
Ihren in der Freiluftsaison errungenen DM-Titel konnte die Hittfelder Sprintstaffel nicht erfolgreich verteidigen. Über 4 x 200 Meter hatten Annegret Nanz, Miriam Machill, Katja de Jelski und Brigitte Heidrich als Dritte in 1:54,30 Minuten das Nachsehen gegenüber der deutlich jüngeren LG Rhein-Wied (1:52,11 Min.) und LG Neiße (1:53,66 Min.). Eine Bronzemedaille sprang für Annegret Nanz im Weitsprung der Seniorinnen W45 (4,74 m) heraus.


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