Abschlag ohne Platzreife
Golf: Der erste öffentliche Golfplatz im Landkreis Harburg. Golf für jedermann - das ist ab sofort auf dem neuen Sechs-Loch-Kurzplatz der Golfanlage Green Eagle in Winsen möglich.
Winsen. Wer hat nicht schon einmal mit dem Gedanken geliebäugelt, den Golfsport auszuprobieren? Erforderliche Platzreife und hohe Klubmitgliedschaften haben bisher viele abgehalten. In Winsen kann jetzt der Traum erfüllt werden: Auf der Golfanlage Green Eagle an der Radbrucher Straße ist ein Golfplatz für jedermann eröffnet worden.
"Mitzubringen ist einfach nur Spaß", sagt Michael Blesch, der zusammen mit Präsident Ralf Lühmann seit 1999 die Golfanlage in Winsen betreibt. Der Boom zum Golfsport ist ungebremst. Schon über eine halbe Million Menschen schlagen in Deutschland den kleinen Ball auf vielen gepflegten Anlagen ab.
Der neue Sechs-Loch-Kurzplatz in Winsen ist genau der richtige Kurs, um Golf einmal auszuprobieren. "Einfach herkommen und spielen", lädt Architekt Michael Blesch (35) ein. Eine Platzreife ist ebensowenig erforderlich wie eine Klubmitgliedschaft. 15 Euro kostet es am Tag, am Wochenende und an Feiertagen 20 Euro. Drei Golflehrer stehen Neugierigen und Anfängern zur Verfügung, um die Technik der ersten Schläge zu schulen. Betreiber Michael Blesch rät gerade in der Anfangsphase zum Unterricht, um Fehler beim richtigen Schlagen zu vermeiden.
Wer vom Golfvirus befallen ist, kann in Winsen weitermachen. Und das auch kostengünstig zum Monatsbeitrag von 95 Euro.
1350 Mitglieder sind bisher auf der Golfanlage Green Eagle in Winsen eingetragen. Der Greenfee-Süd-Course mit 18 Löchern steht von Anfang an zur Verfügung. Seit einer Woche sind auch die neun Löcher des neuen Nord-Course zu bespielen, der ebenfalls auf 18 Loch erweitert werden soll. Auf diesen beiden Anlagen ist eine Platzreife dann allerdings erforderlich.
Zur Golfausbildung gehört auch das Erlernen der Etikette, die Regeln aller Golfspieler. Die früher als Arbeitshose verpönte Jeans ist dabei längst auch auf Golfplätzen salonfähig geworden.
"Die Etikette ist im Laufe der Jahre schon entspannter geworden", sagt Michael Blesch, der natürlich auch in Jeans abschlägt. Zur richtigen Kleidung, so sagt der Chef, sollte aber ein Hemd mit Kragen gehören, und kein Schlabbershirt.


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