Güldenstern besiegt Arminia Hannover mit Energieleistung
Stades Fußballer haben Qualifikation so gut wie in der Tasche
Stade. Die Tür zur Oberliga steht offen. Nach dem 2:0 (1:0) vor 1100 Zuschauern auf der Camper Höhe gegen den Traditionsverein Arminia Hannover sieht es ganz danach aus, als würden die Fußballer von TuS Güldenstern Stade auch im kommenden Jahr in der dann eingleisigen Oberliga spielen. Am Sonnabend, im dritten Relegationsspiel beim Bezirksoberligisten FC Schüttorf aus der Grafschaft Bentheim genügt jetzt ein Unentschieden zur Qualifikation. Auf einen seiner Besten gegen Arminia wird Trainer Martin König dann allerdings verzichten müssen. Weil er versucht hatte, einen Gegenspieler anzuspucken, kassierte Jeremy Faruke fünf Minuten vor Schluss die rote Karte.
"Wir müssen jetzt den Schritt über die Türschwelle gehen", sagte König nach Spielschluss, dessen Mannschaft kaum Torchancen der Arminen aus Hannover zuließ. Das war die Grundlage für den Erfolg. "Wir haben über Disziplin zum Erfolg gefunden", sagte Stades Trainer. Seine Mannschaft habe das getan, was sie könne. Ein bisschen stolz sei er schon, räumte Martin König ein.
"Wir sind aber trotzdem noch nicht durch", warnt König. Der noch fehlende Punkt muss erst einmal geholt werden. Der dritte Gruppenplatz und damit ein Entscheidungsspiel gegen den Dritten der parallelen Gruppe ist Güldenstern sicher. Sollte Arminia am Sonnabend gegen Langenhagen verlieren oder nur Unentschieden spielen, könnte sich Güldenstern in Schüttorf eine Niederlage erlauben, würde dann als Zweiter trotzdem einen Startplatz in der Oberliga erhalten. Gefahr strahlten die Stader Fußballer immer dann aus, wenn der Ball auf dem Rasen ruhte, weil es einen Freistoß gab. So in der 23. Minute, als Jeremy Faruke nach einem Freistoß den Ball mit dem Kopf zum 1:0 ins Netzt verlängerte. Arminias Torhüter Sebastian Knust hatte unmotiviert seine Torlinie verlassen und konnte nur noch dem Ball hinterher sehen. Das 2:0 erzielte Patrick Klee eine Viertelstunde vor Schluss durch eine beherzte Einzelaktion. Gleich nach dem Seitenwechsel hätte Güldenstern schon alles klar machen können, die besten Torchancen hatten Patrick Klee, Timo Ritter und Christopher Eggers. Außer Faruke kassierte auch Arminias David Garcia-Conde "Rot", als er Matthias Quadt von hinten in die Beine grätschte.
Die Devise, die Martin König seiner Mannschaft mit ins nächste Spiel gibt: "Die müssen uns erst einmal schlagen". Eine ebenso trotzige aber erfolgreiche Haltung. Die legte auch Jeremy Faruke nach Spielschluss an den Tag. "Ich habe mich provozieren lassen. Deshalb steigen wir aber trotzdem auf", sagte er.


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