Elbquerung: Wirtschaftssenator Gedaschko verspricht den Harburgern:
Definitiv keine neue Eisenbahnbrücke
Noch bevor Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko und der Geschäftsführer der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA), Jens Meier, gestern...
Moorburg. Noch bevor Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko und der Geschäftsführer der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA), Jens Meier, gestern Morgen die wegen Reparaturarbeiten für elf Monate gesperrte Kattwykbrücke für den Verkehr wieder freigaben, gaben beide eine Erklärung ab, die bei allen Harburgern wie ein Weihnachtsgeschenk ankommen dürfte: "Es wird definitiv in Höhe des Harburger Binnenhafens keine neue Eisenbahnbrücke über die Süderelbe gebaut", sagten sie übereinstimmend. Damit sind alle früheren in diese Richtung gehenden Planspiele beendet und die Stadtentwicklung (Internationale Bauausstellung/IBA), die im Binnenhafen unter anderem auch "Wohnen auf der Schloßinsel" vorsieht, wird ohne die drohende Lärmbelastung einer Bahnbrücke verwirklicht werden können.
Dass eine neue Brücke speziell für den Betrieb der Hafenbahn gebaut werden muss, steht außer Frage, denn die jetzt nach dem Lagerbruch einer Seiltrommel für 2,4 Millionen Euro instand gesetzte Kattwykbrücke (die noch immer größte Hubbrücke der Welt) wird der Doppelbelastung von etwa 40 Güterzügen pro Tag und gut 10 000 Straßenfahrzeugen (30 Prozent Lastwagen) langfristig nicht gewachsen sein. Etwas Neues muss her.
Voraussichtlich im März 2009 wird Hamburgs Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Anja Hajduk, die lange erwartete Verkehrsplanung vorlegen, die derzeit noch mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt wird. Der Dreh- und Angelpunkt dieser Planung ist die Linienbestimmung für die Hafenquerspange, der A 1/A 7-Autobahnverbindung. Sie wird aus Kostengründen voraussichtlich nicht mehr das nördliche Hafengebiet queren. Eine Verbindung durch den Süden, von Stillhorn (A1) mit einem Elbtunnel in Höhe Kattwyk und einem Anschluss an die A7 bei Moorburg, wo auch die Stade-Autobahn (A26) anbinden soll, dürfte wahrscheinlich sein. Wenn in dem Zusammenhang ein Autobahntunnel im Bereich der Kattwykbrücke gebaut wird, könnte auf gleicher Höhe eine Klappbrücke für die Hafenbahn entstehen. Insgesamt soll das Straßennetz im Hafengebiet ausgebaut werden, denn mit dem fast kompletten Wegfall des Freihafens und seiner Zolldurchlässe ab 2011 wird sich mehr innerstädtischer Verkehr auf die Hafenstraßen verlagern.
Gedaschko sieht - bedingt durch die Wirtschaftskrise und rückläufiger Umschlagzahlen im Hafen - keinen Grund, eine Pause einzulegen. Gedaschko: "Wir halten am Ausbauprogramm des Hamburger Hafens fest. Derzeitige Engpässe in der Umschlags- und Verkehrsinfrastruktur gilt es zu beseitigen, um für zukünftige Boomjahre gerüstet zu sein."
HPA-Chef Meier: "Schlüsselstellen sind die Brücken. Für die Niedernfelde- und Müggenburg-Brücken sind die Aufträge vergeben. Kommendes Jahr beginnt der Bau einer neuen Rethe-Brücke." Klapp- statt Hubbrücke.


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