Besuch: Umweltminister Sander kam auf Einladung der Jugendfeuerwehr
Moisburgs Jugend und ihr Bach
Seit fünf Jahren sorgen die Mädchen und Jungen dafür, dass Fische im Staersbach wieder heimisch werden. Stolz zeigten sie ihre Arbeit.
Moisburg. Hans-Heinrich Sander (FDP) war in seinem Element. Der niedersächsische Umweltminister, ehemalige Landwirt und Lehrer, besuchte in Moisburg die Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr Moisburg. Und die zeigten dem Minister ihren Staersbach, für den sie im Jahr 2002 die Patenschaft übernommen haben. Seitdem kümmern sich die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren um "ihren" Bach.
"Es ist schon etwas Besonderes, wenn Jugendliche bei der Feuerwehr nicht nur lernen, wie man ein Feuer löscht, sondern sich auch im Naturschutz engagieren. Und dieses Engagement muss dann auch von den Erwachsenen gewürdigt werden", begründete der Minister seinen Kurzbesuch in Moisburg. Die Jugendlichen selbst hatten ihn eingeladen. Begrüßt wurde Sander von den Jugendlichen, von Betreuern, von Vertretern aus Politik und Verwaltung im Moisburger Amtshaus. Dort erklärten die jungen Feuerwehrleute, wie sie daran arbeiten, dass dieser rund acht Kilometer lange Bach, der südwestlich von Buxtehude entspringt und in Moisburg in die Este mündet, wieder möglichst so fließen kann, wie es mal war. Wie viele andere Bäche auch litt der Staersbach darunter, dass große Teile seines Laufes verrohrt wurden. Sein Flussbett versandete, und viele ursprüngliche Bewohner wie Fische und Insekten konnten nicht mehr in dem Bach leben, weil der Einfluss des Menschen und die intensivierte Landwirtschaft zu große Auswirkungen auf das Biotop haben.
Die Jugendlichen füllen beispielsweise versandete Bachbett-Abschnitte mit Kies auf und schaffen somit wieder einen Lebensraum für Forellen und Bachneunaugen. Mit Totholz-Hindernissen sorgen die Jugendlichen dafür, dass die Strömung des Baches wieder in Fahrt kommt. Ihre Arbeit stimmen sie mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Harburg ab. Und nicht zuletzt sorgen die jungen Feuerwehrleute mit ihrem Einsatz und ihrer Arbeit dafür, dass die Renaturierung ihres Baches auch bei der Bevölkerung immer mehr Akzeptanz erfährt.
Jill Koch (15), Wiebke Stöver (14), Jana Paulsen (15) und Niklas Stragies (10) gehören zu den Moisburger Bachpaten und finden es "toll, im Bach zu arbeiten. Auf jeden Fall ist es eine Abwechslung zum üblichen Feuerwehrdienst und macht Spaß."


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