Angeschossen: Menschen richteten Greifvogel übel zu
Notoperation rettet Milan-Weibchen
NINDORF. Neuester Patient in der Auffangstation für verletzte Greifvögel im Wildpark Lüneburger Heide ist ein von Menschen übel zugerichtetes Rotmilan-Weibchen. Spaziergänger hatten das schwer verletzte Tier am Wochenende gefunden. Schrotkugeln hatten den rechten Flügel durchlöchert. In einer Notoperation musste ein Tierarzt ein Drittel des Flügels amputieren. Die Folge: Der Rotmilan ist flugunfähig und kann nicht wieder ausgewildert werden.
Dennoch wird dem gehandicapten Greifvogel in Zukunft eine wichtige Aufgabe zukommen. Das Rotmilan-Weibchen soll als Zuchttier für Nachwuchs sorgen, der dann wiederum ausgewildert werden kann. Das ist eine Idee von Christian Erdmann von der Wildtierhilfe Lüneburger Heide in Soltau. Er hat auch schon ein passendes Männchen gefunden.
Etwa 65 Zentimeter groß und mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,40 Metern ist der Rotmilan etwas größer als ein Mäusebussard. Sein Gefieder ist bräunlich bis rot. Besonderes Kennzeichen ist der gegabelte rostrote Schwanz. 60 Prozent des Weltbestandes lebt in Deutschland.


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