Leukämie-Elbmarsch: Landkreis wartet ab
NENNDORF. Der Kreistag des Landkreises Harburg will die Bürger in der Elbmarsch erst dann informieren, wenn die derzeit laufenden Untersuchungen zur Leukämie in der Elbmarsch abgeschlossen sind (die Harburger Rundschau berichtete). Es mache keinen Sinn, die Menschen zu einer Veranstaltung einzuladen, wenn man ihnen nicht einmal Informationen geben könne, hieß es in der Kreistagssitzung im Gasthaus Böttcher in Nenndorf.
Außerdem stimmten die Mitglieder des Kreistages mehrheitlich dafür, die Kreisverwaltung solle über die gerade laufenden Untersuchungen hinaus nach weiteren Möglichkeiten zur Aufklärung suchen. Seit 1990 sind insgesamt 15 Kinder in der Elbmarsch an Leukämie erkrankt. Es geht nach wie vor darum herauszufinden, ob das vermehrte Vorkommen dieser Krebserkrankung insbesondere bei Kindern mit einem Störfall im Atom-Forschungszentrum GKSS in Geesthacht, das dem Kernkraftwerk Krümmel angegliedert ist, zusammenhängt. Die SPD hatte den Antrag gestellt, die Bewohner der Elbmarsch ausführlich über den Stand der Dinge zu informieren.
Claus Eckermann, SPD-Kreistagsabgeordneter aus Marschacht machte noch einmal deutlich, wie groß die Verunsicherung der Menschen in der Elbmarsch sei und sagte: "Seit Jahren laufen Untersuchungen und noch mehr Untersuchungen, und zu diesen Untersuchungen gibt es dann weiterführende Studien mit einem Ergebnis, nämlich, daß es kein Ergebnis gibt."


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