Garlstorf: Minister Schünemann schoß auf den Keiler
GARLSTORF. Es war nicht nur eine Einweihungsfeier. Eher Volksfeststimmung herrschte in Garlstorf, als die Jägerschaft Landkreis Harburg am vergangenen Freitag ihre neue, eine Million Euro teure Kugelschießanlage vorstellte. Hunderte von Mitgliedern und viele Ehrengäste wie Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und Polizeichef Friedrich Niehörster waren dabei. Und natürlich fielen Schüsse. Innenminister Schünemann war einer der ersten, der das Gewehr im sogenannten Schießkino anlegte und mit dem Lazerstrahl den Keiler auf der Großweinland "erlegte". Die Treffer wurden mit Hilfe der Elektronik sofort registriert.
Die Kugelschießanlage zählt zu den modernsten in Europa. "Sie erfüllt olympische Anforderungen", sagte Kreisjägerschaft-Vorsitzender Horst Günter Jagau. Durch die Plazierung der Anlage und den zwölf Meter hohen Wall gebe es kaum noch Lärmbelästigung. Dafür wurden 30 000 Kubikmeter Sand bewegt. Seinen Dank für den Bau - der Grundstein wurde erst am 19. September vergangenen Jahres gelegt - richtete der Vorsitzende besonders an die Mitglieder der Jägerschaft, "ohne deren tatkräftige Unterstützung dieses Projekt nicht hätte realisiert werden können". 200 000 Euro kamen aus den Reihen der Jägerschaft für die Anlage. 200 000 Euro gab der Landesjagdverband Naturschutz Hamburg dazu. Weiter beteiligten sich der Schützenverband Hamburg und Umgebung an der Realisierung. Ihre Sportschützen werden hier ebenfalls trainieren. Die Sparkasse Harburg-Buxtehude gab 5000 Euro. Der Rest wird finanziert.
Auch kann die Jägerschaft zukünftig fest mit Mieteinnahmen rechnen. Die Polizei Hamburg schloß einen Pachtvertrag für die Nutzung über einen Zeitraum von 20 Jahren ab.


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