Linke und rechte Gruppen sorgten für Verkehrschaos
HARBURG. Zwei Demonstrationen haben am Sonnabend für ein Verkehrschaos in Harburgs City gesorgt. Zunächst hatten gegen 14 Uhr linke Gruppen unter dem Motto "Stadt, Land, Fluß - keinen Raum für Nazis" am Harburger Ring demonstriert. Rund 400 Teilnehmer waren dabei. Zwischenfälle gab es nicht. Um 16 Uhr versammelten sich 132 Rechtsradikale zu einer Gegendemonstration an der Hannoverschen Straße. Unter ihnen war Alexander H., der in diesem Jahr in Harburg bereits mehrmals als Anmelder und Organisator von Neonaziaufmärschen fungiert hatte. Zu dem Zeitpunkt versuchten bis zu 300 Personen, die Masse von der vorher beendeten Demonstration linker Gruppen, den Aufmarsch der Rechtsradikalen zu stören. 436 eingesetzte Polizisten, teilweise mit schwerem Gerät wie Wasserwerfern und Panzerwagen, verhinderten eine direkte Konfrontation. "Wir haben 55 Aufenthaltsverbote und acht Platzverweise ausgesprochen", sagt Hauptkommissar Andreas Schöpflin. Ein linker Demonstrant wurde in Gewahrsam genommen. Nach der Zwischenkundgebung am ZOB an der Winsener Straße änderte die Polizei für den Aufmarsch der Rechtsradikalen die Marschroute. Um 18.45 Uhr endete der Spuk. Zuvor hatte es rund um den Bahnhof Harburg noch einmal Rangeleien zwischen linken Demonstranten und Einsatzkräften gegeben.
Bis dahin hatte sich im Bereich Harburg ein Verkehrschaos entwickelt. Besonders betroffen waren der Bereich Wilstorf und das Wohngebiet rund um den Reeseberg. Einige Straßen rund um das Phoenix-Center waren wegen der Demonstration gesperrt. Zeitweise war das Parkhaus des Einkaufszentrums nur noch über eine der beiden Einfahrten zu erreichen. Kolonnenfahrten von Mannschaftswagen sorgten für zusätzliche Behinderungen.


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