Nächste Woche: Demos von Rechts und Links
Harburg: Herbert-Wehner-Platz
HARBURG. Frank Försterling ärgert sich über die Broschüre zur rechtsextremen Szene in Harburg, die sogenannte Antifa-Gruppen dieser Tage in Umlauf gebracht haben. Er werde nämlich nicht, wie es darin heißt, "Frank the Tank", der Panzer, genannt, weil er auf Veranstaltungen stets wie ein Geschützrohr eine Kamera vor dem Bauch trägt, um seine politischen Gegner abzulichten. Der Spitzname beziehe sich schlicht auf seine kräftige Statur, sagt der 19jährige "freie Nationalist" aus Eißendorf.
Försterling gehört zu den umtriebigsten Harburger Neonazis. Bei ihm und zwei anderen prominenten Rechten waren die Antifa-Leute vor den Wohnungen und entrollten Transparente. Höhepunkt dieser Aktionen soll am Sonnabend, 22. Oktober, ab 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Herbert-Wehner-Platz sein. Nach Erfahrungen mit gewalttätigen Übergriffen von Neonazis wollen die Wortführer der Antifa ihre eigenen Namen und Gesichter geheimhalten.
Als Antwort wollen Försterling und seine Freunde am selben Tag ab 16.30 Uhr vom Festplatz Schwarzenberg aus eine "Protestdemo" starten. Dazu aufgerufen hat Alexander Hohensee. Er war auch verantwortlich für vier Aufmärsche in der Harburger Innenstadt zwischen Januar und Mai.
Die Polizei will erst in der kommenden Woche ihre Einschätzung der Lage bekanntgeben.


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