Veddel: SPD will drei Zollzaun-Durchgänge
Veddel/Wilhelmsburg. Die Bemühungen der SPD-Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung, den Freihafen-Zollzaun zwischen den Wohnbereichen im Norden Wilhelmsburgs und dem Häuserblock Harburger Chaussee (Kleiner Grasbrook) an mehreren Stellen zu öffnen (die Harburger Rundschau berichtete) finden auch im Bezirks Hamburg-Mitte Sympathien. Den Abgeordneten liegt für die Sitzung, die morgen, Dienstag, um 17.30 Uhr im Gemeindesaal der Immanuel-Kirche, Wilhelmsburger Straße 71/73, auf der Veddel tagt, ein Antrag vor, in dem die SPD-Fraktion gemeinsam mit der GAL fordert, "baldmöglichst drei Durchgänge in Freihafenzaun am Spreehafen dauerhaft für Fußgänger und Radfahrer zu öffnen".
Die Durchgänge sollten in Höhe Georg-Wilhelm-Straße, Schlenzigstraße und An der Hafenbahn geschaffen werden. Die Durchgänge sind Vorstufe für die Forderung, auf der Grenze der beiden Bezirke den Zollzaun zum Freihafen generell zu entfernen. Dieses Ziel sei aber "offensichtlich ein nur mittel- bis langfristig zu realisierendes Projekt", stellen die Veddeler Abgeordneten Klaus Lübke und Matthias Bölkow fest. Ziel der Bezirkspolitiker in Harburg und Hamburg-Mitte ist es, das südliche Spreehafenufer für die Naherholung zu nutzen. In Harburg befindet sich der SPD-Antrag noch zur Prüfung im Stadtplanungsausschuss.
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat Dienstag weitere wichtige Tagesordnungspunkte: Die Fraktionen der rot-grünen Mehrheit fordern von Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, mit Senat und Hamburger Verkehrsverbund darüber zu verhandeln, dass Hafenfährlinien von den St.-Pauli-Landungsbrücken nach Rothenburgsort und in den Bereich Veddel/Kleiner Grasbrook verkehren. Auch ein Anschluss der Norddeutschen Affinerie sollte erwogen werden. Die Abgeordneten von der Veddel und aus Rothenburgsort, die den Antrag eingebracht haben, erwarten "eine zeitnahe Prüfung".
Außerdem geht es um die Ausweisung der Finkenwerder Ortsumgehung südlich des Stadtteils im Flächennutzungsplan und die Entlassung der Straßentrasse im Bereich Finkenwerder und Francop aus dem Geltungsbereich des Hafenentwicklungsgesetzes. Der Stadtplanungsausschuss Hamburg-Mitte hat gegen diese Ausweisung in seiner jüngsten Sitzung, so Bezirksamtsleiter Schreiber,"keine Bedenken geäußert".


Branchenbuch Hamburg
So kommen Sie voran
Das Rätsel des Tages

100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook





