Sandauhafen: Frachter an die Kette gelegt
Waltershof. Wasserschutzpolizisten der Wache Waltershof haben bei einer Kontrolle am Sandauhafen auf dem unter liberianischer Flagge fahrenden Frachter "Docebay" eine Fehlmenge von 100 Kubikmetern Ölschlämmen festgestellt, und damit das wohl größte Umweltdelikt dieser Art, dass in den vergangenen Jahren in Hamburg festgestellt wurde, aufgedeckt. Der Verbleib des Schlamms, der in Häfen entsorgt werden müsste, war nicht in den Öltagebüchern dokumentiert. Die Polizei geht davon aus, dass das Ölgemisch illegal ins Meer geleitet worden. Der Verdacht der Polizei wird durch technische Manipulationen untermauert. So waren illegal Leitungen gelegt worden, über die der Ölschlamm ins Meer gepumpt werden konnte. Alarmeinrichtungen hatte man ausgeschaltet. Der 265 Meter lange Frachter wurde an die Kette gelegt. "Die Seegenossenschaft hat wegen der unzähligen von uns festgestellten technischen Defekten ein Auslaufverbot erteilt und eine Zwangsentsorgung der noch an Bord befindlichen Ölrückstände angeordnet", sagt Kommissar Jörg Lauenroth. Die Staatsanwaltschaft ordnete gleichzeitig gegen Kapitän der "Docebay", Alexandre De M. (43), und zwei seiner Ingenieure eine Sicherheitsleistung in Höhe von insgesamt 15 446 Euro an. Die Ermittlungen dauern an.


Branchenbuch Hamburg
So kommen Sie voran
Das Rätsel des Tages

100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook





