Horneburg: Graffiti mit Volldampf
Gute Idee vom Präventionsrat: Junge Leute können ihre Spray- Künste auf neuen Flächen ganz legal zur Schau stellen.
Horneburg/Buxtehude. Eine riesige schwarze Dampflokomotive prangt an der Wand. Dazu ein großer Frachter. Und zwischen beiden das - ähnlich einem Herz - von einem Pfeil durchbohrte Wappen Horneburgs. Die Wirtz GmbH hat eine große Fläche am Horneburger Bahnhof jungen Leuten als legale Graffiti-Wand zur Verfügung gestellt. Und die Freunde künstlerischen Sprayens haben sie schnell genutzt.
Zwei weitere legale Graffiti-Flächen gibt es nach Mitteilung der Stadtverwaltung jetzt auch in Buxtehude. Sie wurden vom Unternehmen "Antik-Konzept" am Brillenburgsweg und von der Stadtverwaltung an der so genannten "Roten Bude" in der SchwerinerStraße 2 (beim Sportplatz am Stieglitzweg) bereitgestellt. Sie enthalten einen entsprechenden Hinweis und den Schriftzug "Präventionsrat Buxtehude".
Den Schriftzug haben Mitarbeiter der Jugendwerkstatt Walze dort angebracht. Auch das macht deutlich, dass die Zusammenarbeit mehrerer Stellen den Erfolg bringt. Vorher schon hatten die Stadtentwässerung Buxtehude und der Stadtjugendring Griffiti-Wände zur Verfügung gestellt. Die Resonanz war groß.
Gedacht ist daran, dass die Wandbilder von Zeit zu Zeit neu grundiert werden, so dass auch einmal andere Griffiti zu sehen sein werden. Die Nutzer der Wände sind in der Gestaltung frei. Lediglich obszöne, politische und diskriminierende Aussagen sind unerwünscht. Die Sprayer sind außerdem für die Sauberhaltung der nächsten Umgebung der Graffiti-Wände verantwortlich.
Die Idee zur Ausweisung der Flächen kam aus dem Präventionsrat Buxtehude. Er hatte eine Gruppe "gegen illegales Graffiti" gebildet. Ziel war es dabei allerdings nicht nur, die Urheber ungewollter Graffiti zu ermitteln und ihnen das Verwerfliche ihres Handelns deutlich zu machen, sondern auch, legale Alternativen zu finden. Mit Erfolg.


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