Lüllau: Polizei fand Michael Kaps und seine Ex-Freundin erschossen in einer Wohnung
Zwei Tote - Beziehungsdrama um Seevetaler Pressesprecher
Michael Kaps (54), langjähriger Pressesprecher der Gemeinde Seevetal, hat in einer Wohnung in Lüllau (Gemeinde Jesteburg) erst seine Ex-Freundin...
Lüllau/Seevetal. Michael Kaps (54), langjähriger Pressesprecher der Gemeinde Seevetal, hat in einer Wohnung in Lüllau (Gemeinde Jesteburg) erst seine Ex-Freundin (46)und deren Jack-Russel-Terrier und dann sich selbst erschossen. Auslöser für die Tat waren offenbar Beziehungsprobleme. Kaps war passionierter Jäger und hatte somit auch Zugang zu Waffen. Die Tatwaffe soll ein Revolver gewesen sein.
Angehörige hatten die Polizei zu dem Haus in der ruhigen Wohnstraße Kohlhoff 15 gerufen, weil sie sich Sorgen machten und die Wohnungstür nicht zu öffnen war. Die Feuerwehr verschaffte sich am Mittwochmorgen Zutritt. In der Wohnung wurden die beiden Toten und der Hund gefunden. Die Frau war mit mehreren Schüssen getötet worden, so die Polizei. Um die Mittagszeit wurden die Leichen aus dem Haus geholt. Die Polizei schloss die Wohnung um 13 Uhr ab und versiegelte sie. In dem rotverklinkerten Gebäude gibt es vier Wohnungen.
Die eine Wohnung im Dachobergeschoss war von der Frau, einer Angestellten, die in Hamburg arbeitete, vor etwa einem Jahr gemietet worden. Michael Kaps und seine Freundin sollen sich bei einem Kartenspiel-Turnier kennen gelernt haben. So erzählen es Nachbarn.
Ebenso berichten Nachbarn, dass die Beziehung zwischen den beiden nicht unproblematisch gewesen sei. Es soll häufig zu lautstarken Auseinandersetzungen gekommen sein. Ursache waren offenkundig Eifersuchtsszenen. Der zentrale Kriminaldienst in Buchholz hat die Ermittlungen aufgenommen.
Im Seevetaler Rathaus wurde die Nachricht vom Drama in Lüllau mit Bestürzung aufgenommen. Michael Kaps hatte sich einige Tage krankschreiben lassen, sein Fehlen war also nicht weiter aufgefallen. Bürgermeister Günter Schwarz unterrichtete seine Mitarbeiter gestern von der Tragödie. Ebenso informierte er die Mitglieder des Seevetaler Gemeinderats.
"Diese Nachricht hat uns alle hier im Rathaus sehr schockiert und erschüttert. Zumal uns nichts an seinem Verhalten aufgefallen war, dass darauf hätte schließen können, dass er so etwas vorhaben könnte", sagte ein enger Mitarbeiter von Kaps im Hittfelder Rathaus. Kaps galt im Rathaus bei seinen Kollegen als angenehmer und humorvoller Mitarbeiter.


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