Projekte: Entschieden ist noch nichts
Zwei Pflegeheime für Winsen?
WINSEN. Zwei Alten- und Pflegeheim-Projekte standen in der jüngsten Planungsausschusssitzung des Winsener Stadtrates zur Diskussion: Zum einen will der Winsener Immobilienkaufmann Jörg Schröder auf dem Grundstück Luhdorfer Straße 53 bauen. Das ist das Polizeigelände. Das andere Alten- und Pflegeheim will der Projektentwickler Hartmut Thede aus Wentorf auf dem Busparkplatz an der Wolperding-Kreuzung realisieren. Bauherr ist dort die Wohnungsbaugesellschaft Semmelhaack in Elmshorn.
Keines der beiden Projekte wurde von den Kommunalpolitikern so einfach befürwortet. Investor Thede hatte den Politiker gesagt: "Mit zwei Alten- und Pflegeheimen ist der Bedarf in Winsen überdeckt. Es würde ein Qualitätswettbewerb entstehen." Im vertraulichen Teil der Sitzung kam zum Ausdruck, dass "das Altenheim an der Wolperding-Kreuzung nicht erwünscht ist", so Erster Stadtrat Christian Riech, "es gab Bedenken gegen den Standort." Der Verkehr sei dort zu stark. Noch wichtiger aber erscheint das Argument, dass sich die Winsener an diesem markanten Punkt der Stadt städtebaulich etwas Besseres vorstellen können.
Jörg Schröder hatte in seinem Vortrag vorm Ausschuss durchblicken lassen, dass das Kuratorium der deutschen Altenhilfe in Köln den Standort Wolperding-Kreuzung ablehne. Das wisse er, weil er selbst einmal den Gedanken hatte, dort solch ein Heim zu verwirklichen. Eine vorsichtig positive Tendenz soll es jetzt für das Schröder-Projekt geben.
Schröder will auf seinem Grundstück ein Alten- und Pflegeheim mit 20 betreuten Wohnungen und 50 Pflegeplätzen schaffen. 50 bis 55 Arbeitsplätze sind geplant. Sein Betreiber und Investor ist seit vielen Jahren in der Betreuung und Versorgung älterer Menschen tätig. Er führt in der Nähe von Bremen ein Pflegeheim mit 65 Plätzen. Außerdem wird in Stelle von ihm die "Heide-Residenz-Stelle" betrieben.
Die Semmelhaack-Gesellschaft würde an der Wolperding-Kreuzung für zehn Millionen Euro ein Alten- und Pflegeheim mit 13 betreuten Wohnungen und 120 Pflegebetten bauen. 85 Dauerarbeitsplätze würden geschaffen. Der zweiflügelige Komplex sollte eine Großküche, ein öffentliches Restaurant und Veranstaltungsräume haben, um so ältere und junge Menschen zusammenzuführen. Entschieden ist in beiden Fällen noch nichts.


Branchenbuch Hamburg
So kommen Sie voran
Das Rätsel des Tages

100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook





