Electrabel: Signale aus Belgien
Kohlekraftwerk nach Stade?
STADE. Der Bau eines Kohlekraftwerkes in Stade wird immer wahrscheinlicher. Der belgische Energiekonzern Electrabel teilte jetzt mit, definitiv zwei Steinkohlekraftwerke (jeweils 800 Megawatt) in Deutschland bauen zu wollen. Bisher galt nur eines als sicher. Die Standortentscheidung für die erste Anlage wird das Unternehmen vorziehen und bereits in diesem Sommer bekannt geben. Bisher war stets von Ende 2007 die Rede. Stade steht dabei mit Brunsbüttel und Wilhelmshaven im Wettbewerb.
Stades Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms zeigte sich zuversichtlich: "Ich gehe davon aus, dass eines der Kraftwerke in Stade errichtet wird." Der Standort am Seehafen-Bützfleth sei hervorragend geeignet. Für Electrabel werden jetzt Fragen der Kohlelogistik an allen drei Standorten eine wichtige Rolle spielen. Wer im Wettbewerb die Nase vorn habe, dazu wollte sich das Unternehmen nicht äußern.
Electrabel hat vor Kurzem mit dem Anlagenhersteller Hitachi Power Europe Verträge für den Bau der beiden Steinkohlekraftwerke in Deutschland geschlossen. Sie sollen 2012 in Betrieb gehen. Nach Unternehmensangaben werden an jedem der beiden Kraftwerke mehr als 100 Arbeitsplätze entstehen. Jeweils 1500 Arbeiter würden mit dem Bau der Kraftwerke beschäftigt sein.
Electrabel ist nach eigenen Angaben eines der führenden Energieversorgungsunternehmen Europas und Marktführer in den Benelux-Ländern. Das Unternehmen drängt verstärkt auf den deutschen Markt, betreibt hier bislang aber nur zwei Kraftwerke im Saarland und in Gera.


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