Veddel: SPD weist CDU-Kritik zurück
Veddel/Rothenburgsort. Klaus Lübke, SPD-Mitglied in der Bezirksversammlung Mitte und im Ortsausschuß Veddel-Rothenburgsort, hat die Kritik der CDU an dem Verzicht auf den "allgemeinen Ausschuß" (die Harburger Rundschau berichtete) zurückgewiesen. Lübke hat den "schwarzen Peter" gleich an die CDU zurückgegeben: Der Verzicht ab August auf die Sitzungen des Gremiums, das die Ortsausschuß-Sitzungen vorbereitet, sei lediglich eine Auswirkung der von der CDU in der Bürgerschaft durchgesetzten Bezirksverwaltungsreform.
Die SPD sei nach wie vor für einen Regionalausschuß, der die Interessen der Bürger aus den Stadtteilen an der Norderelbe vertreten könne, so der Veddeler Klaus Lübke. Die Frage sei nur, wie das laufen solle. Beschlossen seien drei Regionalausschüsse für den Bezirk Mitte, der noch um das jetzige Harburger Ortsamtsgebiet Wilhelmsburg erweitert werde. Lübke hält eine Zusammenlegung der Ausschüsse Veddel/Rothenburgsort und Wilhelmsburg unter Einbeziehung der östlichen Hafencity (alter Beschluß der Kommunalpolitiker in Rothenburgsort) für denkbar und wünschenswert, auch wenn die Arbeit für den Bürger in einem derart großen Bereich schwerer als bisher werde.
Der SPD-Mann an die CDU gewandt: "Von den Christdemokraten Veddel/Rothenburgsort haben wir noch keine Idee dazu gehört." Der Verzicht auf den "allgemeinen Ausschuß" sei unter den gegebenen Umständen nur vernünftig. Im Ortsamt am Billhorner Neuer Deich seien, nachdem praktisch alle Abteilungen abgezogen wurden (zuletzt, wie berichtet, der seit 15 Jahren tätige Verwaltungsleiter Günter Wielgoß), nur noch zwei Beamte tätig. Ohne Ansprechpartner in der Verwaltung mache die Arbeit im Ortsausschuß ohnehin kaum noch Spaß, so Lübke. Es gebe wenig Motivation für drei Sitzungen im Monat.
Die SPD sei froh, daß sich Gunda Wüpper zur Betreuung des Ortsausschusses bereitgefunden habe. Sie war früher Leiterin der Bauprüfabteilung im Ortsamt in Rothenburgsort und Gesprächspartner im Bau- und Verkehrsausschuß und werde "von allen Mitgliedern des Ortsausschusses hoch geschätzt". Sie ist heute stellvertretende Bauamtsleiterin für Hamburg-Mitte. Sie werde zwei Tage im Monat nicht zur Verfügung stehen, betreue aber künftig den Orts- und Bauausschuß. Die Sitzungen würden künftig nacheinander an einem Tag sein, so Klaus Lübke.


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