Stader Alu-Werk schon früher dicht?
Schließung: Geplant war Ende 2006
STADE. Offenbar droht dem Aluminiumwerk in Stade tatsächlich ein früheres Aus als Ende 2006. Die Hydro Aluminium Deutschland dementiert nicht die Aussage des Bezirksleiters der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE), Jan Eulen, daß die Norsk Hydro das Stader Werk bereits in wenigen Monaten schließen werde. "In dieser Sache momentan kein Kommentar", erklärte Hydro-Pressesprecher Michael Peter Steffen gestern nur. Eulen hatte sich auf Kreise der Arbeitnehmervertreter berufen.
Die Hydro Aluminium Beschäftigungsentwicklungsgesellschaft Stade (HAB) indes hat offenbar noch keinen ernsthaften Interessenten für die Stader Alu-Hütte gewinnen können. Immerhin soll es "Anfragen von verschiedenen Leuten" geben, wie HAB-Geschäftsführer Jens Kallmeyer sagte. Nach Aussagen von HAB-Beiratsmitglied Ernst Wolfkühler aus Stade, seien diese Anfragen weniger bedeutend als beim Aluminiumwerk in Hamburg. Für die Hamburger Aluminiumwerke (HAW) liegt ein Übernahmeangebot des Unternehmens Georgsmarienhütte vor. Die HAB ist vor drei Monaten mit dem Ziel gegründet worden, 300 Ersatzarbeitsplätze für die 430 Beschäftigten der Stader Aluminiumhütte zu finden. Dazu könnten auch Teile des Werks veräußert werden. Der HAB-Beirat wird am Dienstag, 25. Oktober, zusammenkommen. Thema soll dann die Strompreisentwicklung sein.


Branchenbuch Hamburg
So kommen Sie voran
Das Rätsel des Tages

100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook





