Kaffee-Inspiration
Lokalspitze
Für Honore de Balzac, den berühmten Romancier des 19. Jahrhunderts, bedeutete Kaffee die große Inspiration. Nach ihm sind Kaffee-SB-Restaurants benannt.
Allerdings wurde seine Inspirations-Quelle zur Sucht und soll seinen frühen Tod verursacht haben. Später, in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, entstand die sogenannte "Cafehaus-Literatur". Das waren heitere und nachdenkliche Plaudereien, die in Zeitungen erschienen.
In Cafehäusern in Paris, Wien und Berlin schrieben bekannte Autoren wie Victor Aubertin, Alfred Polgar und Peter Bamm unterhaltende Aufsätze, auch "Feuilletons" genannt. Das fällt mir bei einen Milchkaffee im Balzac in der Lüneburger Straße in Harburg ein. Am Nebentisch sitzt ein junger Mann und tippt emsig ins Notebook. Entsteht bald eine neue "Cafehaus Literatur" in Harburg? Werden sich hier junge Autoren treffen, angeregt miteinander plaudern und spontane Ideen im Notebook notieren?
Werden in eingen Jahren Fremdenführer den Touristen in der Lüneburger Straße erklären, daß genau hier die neue europäische "Cafehaus Literatur" entstand? Oder sie werden vielleicht erzählen, daß hier der berühmte Nobelpreisträger Soundso als Student der TUHH gesessen habe. Beim Anblick des vollen Kaffeebechers habe er eine geniale Formel entdeckt, und sie sofort im Notebook festgehalten. Komische Einfälle? Ja, Kaffee inspiriert eben.


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