Der Zollzaun bleibt stehen
Veddel/Wilhelmsburg. Die Bemühungen von Kommunalpolitikern, von Vereinen und Initiativen, den Freihafenzollzaun auf der Grenze der Bezirke Harburg und Hamburg-Mitte, der Ortsamtsbereiche Veddel/Rothenburgsort und Wilhelmsburg fallen zu lassen und die Bürger näher ans Wasser kommen zu lassen, sind gescheitert. Der Hamburger Senat hat eine Kleine Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Carola Veit beantwortet und festgestellt, dass die zuständige Bundeszollverwaltung in der Oberfinanzdirektion weder an die Aufhebung des Zollzaunes zum Spreehafen hin noch an die ersatzweise geforderten "Schlupfpforten" denke. So lange das Gebiet Teil des Freihafens sei, müsse die "zollamtliche Überwachung" möglich sein. Auch eine Veränderung des Verlaufs der "Freizonengrenze" sei "derzeit nicht vorgesehen", heißt es. Und der Senat stellt auch fest, dass im Spreehafen weder eine gewerbliche Nutzung auf dem Wasser möglich sei noch das Wohnen auf Hausbooten. Die Antwort auf die Anfrage der zur SPD Veddel gehörenden Abgeordneten der SPD hat nicht nur Hoffnungen im Bereich der Veddel und Wilhelmsburgs zerstört. Sie führt auch zur Verärgerung: "Ich habe den Eindruck, dass die Herrschaften der Oberfinanzdirektion die Situation vor Ort nicht kennen. Sonst wüssten sie, dass es nicht überwachte Schlupfe für Radfahrer und Fußgänger auch heute schon gibt und die Uferstraße am Spreehafen direkt an einem Zollamt endet", stellt Klaus Lübke, Ortsausschuss- und Bezirksversammlungsabgeordneter der SPD von der Veddel, fest. Er will sich mit der Absage von Senat und Zollverwaltung nicht abfinden. Die Verlegung der Zollgrenze in die Mitte des Spreehafens erscheint ihm denkbar. Er will entsprechende Anträge in die Kommunalparlamente einbringen. Außerdem will er geprüft haben, ob die Vertreter der Oberfinanzdirektion zu einer Ortsbesichtigung an die Freihafen- und Bezirksgrenze kommen können.


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