Kommunikation
Lokalspitze
Ist ein Handy das richtige Mittel zur Kommunikation? Natürlich, werden Sie jetzt sagen. Und die positive Anwort wäre auch nicht unlogisch, wenn ich da jetzt nicht etwas erlebt hätte, das mich ins Grübeln bringt. Es war abends in einem Gartenlokal an der Seeve. Am Tisch schräg gegenüber ein Ehepaar in den mittleren Jahren. Das Essen war noch nicht aufgetragen, und so saßen die beiden da und - würdigten einander keines Blickes. Sie starrte schräg nach unten auf das Display ihres Handys, um wohl eine SMS zu senden oder zu lesen. Er dagegen zeigt der Gemahlin gar die Schulter und telefonierte mit gedämpfter Stimme.
In dem Moment betrat ein weiteres Paar die Terrasse, im Schlepptau einen großen schwarzen Hund, der freudig neugierig an den Tischbeinen schnupperte, an denen er vorbeikam. Das neu angekommende Ehepaar nahm an einem freien Tisch Platz. Nur wenige Minuten später löste sich vom Nebentisch ein kleines Mädchen, kam heran und fragte das Paar höflich, ob es wohl den Hund streicheln dürfe. Natürlich durfte es. Und wieder nur wenige Augenblicke nahm auch die Mutter des Mädchens Kontakt auf, fragte nach dem Namen des Hundes, welche Rasse er denn sei - kurz, es entwickelte sich zwischen den Tischen rege Kommunikation.
Die Herrschaften am Handy-Tisch waren noch mit ihren Displays und Tastaturen beschäftigt. Also, wenn Sie mich fragen: Hunde sind für die Kommunikation viel besser als Handys.


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