Veddel: Erhalt der Sozialzahlstellen?
Veddel/Finkenwerder. Die SPD-Bezirksversammlungsfraktion in Hamburg-Mitte und der Distrikt Veddel der Partei bemühen sich, die angekündigte Schließung der Zahlstellen der Sozialabteilung in den Ortsämtern Veddel-Rothenburgsort und auch Finkenwerder zu verhindern.
Nach Auffassung des Bezirksabgeordneten Klaus Lübke, der auch dem Distriktsvorstand auf der Veddel angehört, würde die Schließung auch zu Lasten der Geschäfte in den Stadtteilen gehen. Erfahrungen hätten gezeigt, dass etwa 40 Prozent des erhaltenen Geldes für Einkäufe in der Nähe der Zahlstelle ausgegeben werden.
Der Veddeler SPD-Mann weist Vorwürfe der CDU an Bezirksamtsleiter Markus Schreiber zurück, er schließe die Zahlstellen in den beiden kleinen Ortsämtern willkürlich. Lübke findet darin Unterstützung von Bezirksamtssprecher Gerthold Roch: "Die CDU hat sich offenbar nicht richtig informiert." Maßgeblich für die geplante Schließung ist, dass in den beiden Ortsämtern die von der Wirtschaftsbehörde und der Agentur für Arbeit herausgegeben Ziele, dass zwei Teams mit je 15 Mitarbeitern in den geplanten Jobcentern arbeiten sollen, nicht erreicht werden können.
Schreibers Sprecher: "Wenn die Sozialdienststellen in Veddel/Rothenburgsort und Finkenwerder erhalten bleiben sollen, müssen die Vorgaben dafür geändert werden." Dies könne nur durch die Behörde und die Agentur für Arbeit geschehen. Mit der Schließung setze der Bezirksamtleiter als "Senatsbeamter nur die Vorgaben um". "So zu tun, als ob ein Bezirksamtsleiter allein in böswilliger Absicht und kaltherzig Sozialdienststellen schließen möchte, entbehrt jeder Grundlage."


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