In Buchholz: Die Kunst aus Ästen
Buchholz. Das Foto aus der Einladung verhieß eigentlich etwas anderes. Doch was Rolf Bergmeier als "Öl auf Holz" beim Kunstverein Buchholz den Kunstfreunden in der Nordheide zeigt, ist sehenswert. Er bietet - zwischen 300 Gramm und gut 50 Kilogramm schwer - rund 20 Objekte in ganz unterschiedlicher Größe. Entstanden vor allem aus Ästen.
Was willkürlich aussieht, hat System. Die erste dieser Skulpturen ist schon 1997 entstanden. Er widmete sie dem russischen Maler Kasimir Malewitsch, der um 1915 ein "Schwarzes Quadrat am weißem Grund" gemalt hatte. In Bergmeiers Arbeit Nummer eins hätte das Bild des Russen genau Platz, in die Arbeit Nummer acht würde Dürers Stich "Melancholie" passen.
Und auch bei den anderen seiner Objekte werden die Äste ganz bewusst zusammengesetzt und bemalt. Rolf Bergmeier, 1957 in Cuxhaven geboren, lebt und arbeitet in Hamburg. Neben seinem Engagement als Mitglied des Künstlerhauses Hamburg, das ein Forum für junge Künstler schafft, ist er an einer Reihe von internationalen Projekten beteiligt.Er ist auch 2003/2004 Stipendiat der Pollock-Krassner-Stiftung in New York und wird ab April auch im neuen Museum Weserburg in Bremen vertreten sein. Geplant sind für dieses Jahr auch noch Ausstellungen in Marseille und Tel Aviv.
Die Ausstellung beim Kunstverein Buchholz, Kirchenstraße 6, dauert bis zum 29. Februar. Die Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Am 19. Februar ist Bergmeier ab 19 Uhr zum "Reden über Kunst" in Buchholz.


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