Harburg hat jetzt eine Hans-Fitze-Straße
Ehrung: Zum 100. Geburtstag des einstigen Direktors des Harburger Theaters wurde eine Straße umbenannt
Harburg. Schon zu Lebzeiten war er eine Legende: Prof. Hans Fitze, der in dieser Woche 100 Jahre alt geworden wäre. Über 40 Jahre hat er im heutigen Gebäude der Akademie Hamburg für Musik und Kultur am Küchgarten 33 gewohnt, hatte dort die Geschäftsstelle seines Harburger Theaters, den Sitz seiner Dramaturgie. Und er hatte dort auch über viele Jahre seine Probenbühne. An Hans Fitze, der im November 1995 gestorben ist, erinnert jetzt neben dem Eingang eine Gedenktafel. Karl-Heinz Ehlers, Chef der Sprinkenhof AG, und damit Vermieter und Eigentümer des Gebäudes, und Staatsrat Hinnerk Behlmer (Kulturbehörde) schraubten es gemeinsam an. Zuvor war Behlmer gemeinsam mit Bezirksamtsleiter Bernhard Hellriegel, Inge Ehlers (CDU) als Initatorin und Lothar Zibell als langjährigem Mitarbeiter keine hundert Meter entfernt an der Enthüllung eines neuen Straßenschildes beteiligt: Das Teilstück des Küchgarten vor dem alten Theatergebäude trägt jetzt die Bezeichnung "Hans-Fitze-Straße". Die Verdienste Fitzes sind lang und unvergessen. Darauf verwiesen in einer Feierstunde in der Akademie (von Lehrkräften musikalisch umrahmt) neben Bezirksamtsleiter Hellriegel auch Staatsrat Hinnerk Behlmer, Karl-Heinz Ehlers und Weggefährten des verdienstvollen Theatermannes. Mit dabei waren Kommunalpolitiker aus dem Harburger Bezirk, Vertreter des Harburger Kulturlebens, Gäste aus Altona und frühere Mitglieder des Ensembles des Harburger und Altonaer Theaters wie etwa Karen Hüttmann, Hans G. Riebold, der heute in Berlin lebt, Johanna Buchholz, die langjährige Bühnenbildnerin Annelise Bontemps oder Karl-Heinz Steiner. Prof. Hans Fitze war 1945 letzter Intendant der Städtischen Bühnen, führte nach deren Ende das Harburger Theater ab 1948 als Privattheater weiter, übernahm später zusätzlich das Altonaer Theater. Er war dienstältester deutscher Theaterdirektor. Bernhard Hellriegel verwies auf den Neuanfang einer Zusammenarbeit Altonaer und Harburger Theater ab dem Herbst. Und Karl-Heinz Ehlers, der den Mietkontrakt zwischen Sprinkenhof und Fitze sowie dessen Ehefrau Elke Ahlf (sie konnte aus gesundheitlichen Gründen an der Ehrung nicht teilnehmen) aus dem Jahre 1954 (Mietzins damals ganze 50 Mark fürs Haus) gerahmt mitgebracht hatte, bekannte, dass er als kleiner Junge an einer Fitze-Inszenierung von Ibsens "Nora" auf dem Saal des "Rönneburger Park" mitgewirkt hat - als eines von zwei Kindern.


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