Volkstheater
Zum Jubiläum gibt's eine "Reis na Kapstadt"
Das Volkstheater "De Nedderdütsche" bringt zu seinem 30. Geburtstag ein neues Stück heraus. Premiere ist am 6. November
De Nedderdütsche, (v.li.) Horst Voßberg, Ingrid Neumann-Stender, Hannelore Wagner, Dieter Bahlmann und Holger Bölke.
Foto: Uschi Tisson
Harburg. Große Aufregung im Hause Flottbeck: Karl belügt seine Ehefrau Annette. Die glaubt, er sei in Kapstadt. In Wirklichkeit verbüßt er jedoch eine Gefängnisstraße und das ausgerechnet wegen einer anderen Frau. Karl lügt, dass sich die Balken biegen. Doch nur auf der Bühne. Das Harburger Volkstheater "De Nedderdütsche" hat sich das Lustspiel von Theodor Schübel "De Reis na Kapstadt" (ins Niederdeutsche übersetzt von Meike Meiners) für seine nächste Spielsaison ausgesucht und will sein Publikum mit den Verstrickungen um Karls vermeintliche Dienstreise nach Südafrika zum Lachen bringen.
Am Freitag, 6. November, feiert "De Nedderdütsche" Premiere um 19 Uhr im Harburger Helmssaal.
"Das Stück ist frech und temperamentvoll" sagt Regisseurin Ingrid Neumann-Stender, "wer sich amüsieren will, ist in unseren Vorstellungen genau richtig."
"De Reis na Kapstadt" ist das Jubiläumsstück der Harburger Volksschauspieler. Sie feiern im nächsten Jahr ihr 30jähriges Bestehen. Während einer Festwoche - sie ist Ende März geplant - wird das Stück dann noch einmal in Harburg aufgeführt.
Die Gründungsmitglieder - dazu gehörte auch Werner Buchholz - erinnern sich noch an die Zeiten, als sie 1971 in einer Bäckerei in der Rheinholdstraße anfingen zu proben. Rund 200 Theaterstücke wurden seitdem von ihnen in niederdeutscher Sprache aufgeführt. Mit dabei waren auch die bekannten Schauspieler und Regisseure Sandra Keck und Dirk Vossberg. "Seitdem sind wir so oft umgezogen, dass wir uns nach 30 Jahren endlich ein langfristiges Domizil für unsere Proben, Kostüme und Requisiten wünschen", sagt Horst Vossberg, seit 1983 erster Vorsitzender des Vereins Harburger Volkstheater, dem 32 Mitglieder angehören. "Zurzeit können wir bis zum nächsten Jahr im ehemaligen Jugendzentrum Nöldekestraße bleiben. Danach leben wir wieder im Ungewissen, doch wir hoffen, dass wir bald eine annehmbare Lösung angeboten bekommen."
Bühne frei im Helmssaal heißt es für "De Nedderdütsche" nach der Premiere am Sonnabend, 7. November. Geplant sind im nächsten Jahr weitere Aufführungen in Hörsten, Bendestorf, Wilhelmsburg und Neugraben.
Karten für zehn und zwölf Euro gibt es bei Heike Burda, Telefon 040/701 68 93, sowie bei den Theaterkassen im Hause Karstadt und im Phoenix-Center.



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