St. Georg Bericht: Zivilpolizistinnen machen Jagd auf Freier

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Laut Medienbericht patrouillieren die Beamtinnen in Zivil in St. Georg - und wurden allein in einem Monat 38 Mal von Freiern angesprochen.

Hamburg. Zur Durchsetzung des Kontaktverbots für Freier im Hamburger Stadtteil St. Georg setzt die Polizei nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung auch auf Zivil-Polizistinnen. Seit Jahresanfang patrouillierten die Beamtinnen in Zivil auf der illegalen Sex-Meile, berichtet die Zeitung. Die Beamtinnen werden demnach häufig von Freiern angesprochen – in einem Monat allein 38 Mal. Das gehe aus einem Bericht hervor, der nächste Woche dem Senat vorgelegt werde.

Von Februar 2012 bis Ende des Jahres gab es dem "Bild"-Zeitungsbericht zufolge 282 Ordnungswidrigkeitsanzeigen gegen Prostituierte – Tendenz steigend. Huren erhielten 178 Bußgeldbescheide. Die meisten bis 200 Euro. Gegen Freier gab es demnach im selben Zeitraum 206 Ordnungswidrigkeitsverfahren mit 167 Bußgeldzahlungen – fast alle bis 200 Euro.

Seit Februar 2012 gilt in St. Georg eine sogenannte Kontakt-Verbotsverordnung. Prostituierte dürfen keinen Sex anbieten, Freier keinen nachfragen. Anwohner hatten seit Jahren massiv über Billig-Huren und ihre Kunden geklagt.