31.01.13

Prozess in Hamburg

Ordnungsdienst-Mitarbeiter gesteht Missbrauch

Der ehemalige Ordnungsdienstmitarbeiter legte vor dem Amtsgericht St. Georg ein Geständnis ab. Der 44-Jährige missbrauchte drei Mädchen.

Foto: Andreas Laible/ORIGINAL zu : O:\\BILDER\\B_FERT
Im Jahr 2007 beobachtete Michael P. den Jungfernstieg
Im Jahr 2007 beobachtete Michael P. den Jungfernstieg

Hamburg. Der wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs angeklagte ehemalige Ordnungsdienst-Mitarbeiter Michael P., hat vor dem Amtsgericht St. Georg ein Geständnis abgelegt. Die Vorwürfe der Anklage, nach denen er in den Jahren 2003 bis 2009 drei Mädchen im Alter von etwa neun bis elf Jahren zum Teil wiederholt schwer missbraucht und zu vergewaltigen versucht hatte, treffen zu, so der 44-Jährige. Opfer und deren Eltern waren im Saal anwesend, immer wieder gab es Tränen im Zuhörerraum. "Er hat unser Leben zerstört. Nicht nur das Leben meiner Tochter, sondern auch unseres und das Leben meiner Eltern", schilderte die Mutter eines der Mädchen bei ihrer Zeugenaussage.

Ihre Tochter sei nach den Taten, die sie lange verheimlichte, abgerutscht, kriminell und zur Schulschwänzerin geworden. Der Vater eines anderen betroffenen Mädchens schilderte die perfide Vorgehensweise des Täters. Er habe Michael schon als Schulkind kennengelernt, so der Elektromeister. "Jetzt ist alles hin. Ich habe ihm mein Liebstes anvertraut, das höchste zu schützende Gut. Und er hat nichts Besseres zu tun, als über meine Tochter herzufallen." Laut eigenem Geständnis missbrauchte P. die Mädchen meist in ihren Kinderzimmern, oft dann, wenn seine Frau und die Eltern des Kindes nebenan im Wohnzimmer saßen. Auch im Urlaub kam es zu Taten, die er aber immer "spielerisch" eingefädelt habe, so der Angeklagte. In einem Fall missbrauchte er ein Mädchen und ließ dessen Freundin die Tat mit einer Videokamera beobachten. Gefilmt wurde nicht, weil er Angst gehabt habe, dass seine Frau den Film entdecke.

Eine der Nebenkläger-Anwältinnen beantragte die Vernehmung der Nichten des Angeklagten. Sie hatten, als sie vom bevorstehenden Prozess erfuhren, ausgepackt: Als junge Mädchen waren sie selbst von ihm missbraucht worden. Bislang schwiegen sie zu den Taten. Der Prozess wird am 7. Februar fortgesetzt. (jel)

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