Hamburg

Die Britin – Staatschefs des G20-Gipfels

Unnötige Neuwahlen haben die Stellung von Theresa May bei den gerade begonnenen Verhandlungen mit der EU geschwächt.

Hamburg. Theresa May (59) hatte sich von den vorgezogenen Wahlen zum britischen Unterhaus eine Stärkung ihrer Position vor allem bei den Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union erhofft. Doch es kam anders: Zwar erhielt die 59-Jährige erneut den Auftrag zu einer Regierungsbildung, verlor aber die absolute Mehrheit im Parlament. In einem Satz: May hat sich mit den unnötigen Neuwahlen komplett verzockt. Das hat die Stellung der Premierministerin im eigenen Land, aber auch bei den gerade begonnenen Verhandlungen mit der EU geschwächt. Kommt hinzu, dass May früher eine Gegnerin des Brexit war.

Großbritannien

Großbritannien ringt weiter damit, wie der Brexit vollzogen wird. Nachdem die Unterhauswahlen zuletzt für keine klaren Machtverhältnisse sorgten, könnte es auf einen weichen Austritt hinauslaufen. Selbst die Möglichkeit, dass die Briten in der EU bleiben, besteht wieder.

Hauptstadt: London

Landessprache: Englisch

Einwohner (2015): 65,1 Millionen

Fläche: 241.930 Quadratkilometer

Bruttoinlandsprodukt (2015): 2,86 Billionen Dollar

Jährliches Bruttoeinkommen pro Kopf (2014): 39.244 Euro

Durchschnittsalter (2015): 40 Jahre

Lebenserwartung (2014): 82,9 (Frauen), 79,3 (Männer)

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.