Hamburg

Der Indonesier – Staatschefs des G20-Gipfels

Im Westen wird die Politik von Indonesiens Präsident Joko Widodo oftmals kritisch gesehen. Auspeitschung von Homosexuellen.

Hamburg. Er gilt als Reformer, ist das erste Staatsoberhaupt des Landes, das nicht der Oberschicht oder dem Militär entstammt, doch im Westen wird die Politik von Indonesiens Präsident Joko Widodo (56) oftmals kritisch gesehen. Der Forstwirt und Möbelhändler, der in einfachsten Verhältnissen aufwuchs, arbeitete sich bis zum Gouverneur der Hauptstadt Jakarta und 2014 zum Staatspräsidenten hoch. Massive Proteste gab es in der Vergangenheit unter anderem gegen die Hinrichtungen von ausländischen Drogenschmugglern. Zuletzt sorgte die öffentliche Auspeitschung von Homosexuellen für Empörung.

Indonesien

Indonesien hat nach dem Ende der autoritären Herrschaft von Präsident Soeharto seit 1998 einen weitreichenden Wandel seines politischen Systems vollzogen. Mehrere freie Wahlen haben wechselnde Koalitionsregierungen an die Macht gebracht.

Hauptstadt: Jakarta

Amtssprache: Indonesisch

Einwohner (2015): 257,56 Millionen

Fläche: 1,8 Millionen Quadratkilometer

Bruttoinlandsprodukt (2015): 858,9 Milliarden US-Dollar

Jährliches Bruttoeinkommen pro Kopf (2014): 3255 Euro

Durchschnittsalter (2015): 28,4 Jahre

Lebenserwartung (2014): 71 Jahre (Frauen), 66,9 Jahre (Männer)

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.