Hamburg

Der Japaner – Staatschefs des G20-Gipfels

Shinzo Abe versucht mit einem umfangreichen Infrastrukturprogramm die Wirtschaftskrise in Japan zu bewältigen.

Hamburg. Shinzo Abe (62) entstammt einer in Japan sehr bekannten Politikerfamilie. Er ist seit dem 26. Dezember 2012 Premierminister – zum zweiten Mal nach 2006. Der 62-Jährige, der in den USA Politik studiert hat, versucht mit einem umfangreichen Infrastrukturprogramm und Deregulierungen die mehr als zwei Jahrzehnte andauernde Wirtschaftskrise in Japan zu bewältigen. Da seine Partei in beiden Kammern über eine Mehrheit verfügt, gibt es gegen seine Politik kaum Widerstand. Abe wurde auch dafür bekannt, dass er die in der Nachkriegsverfassung verankerte pazifistische Grundhaltung des Landes abschwächen möchte.

Japan

In keinem anderen G20-Land haben die Menschen eine höhere Lebenserwartung als in Japan. Größtes Problem bleiben die Naturkata­strophen – und die Aufrüstungspläne von Nordkorea. Von den dortigen Raketenstarts fühlten sich die Japaner so provoziert, dass sie Anfang Juni zusammen mit den USA ein Großmanöver im Japanischen Meer starteten.

Hauptstadt: Tokio

Landessprache: Japanisch

Einwohner (2015): 126,9 Millionen

Fläche: 364.560 Quadratkilometer

Bruttoinlandsprodukt (2015): 4100 Milliarden US-Dollar

Jährliches Bruttoeinkommen pro Kopf (2014): 37.593 Euro

Durchschnittsalter (2015): 46,5 Jahre Lebenserwartung (2014): 86,8 (Frauen), 80,5 (Männer)

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