Die Profi-Zocker spielen um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 256 000 Euro. Das Abendblatt stellt fünf Teilnehmer des Turniers vor.

Royal Flush, Full House oder doch nur ein Drilling? Im Casino Esplanade spielen am heutigen Sonnabend rund 40 Profi-Zocker um den Titel der 16. Deutschen Pokermeisterschaft.

Mehr zum Thema

Hamburger Abendblatt

Bereits an den beiden vergangenen Abenden mussten die Poker-Profis in Qualifikationsturnieren ihr Können beweisen. Unter den 160 Spielern, die sich die Teilnahme an der Meisterschaft für jeweils 1680 Euro erkauft hatten - was in der Szene als relativ günstig gilt - waren Hochkaräter wie die amtierende Europameisterin Sandra "Black Mamba" Naujoks (27) aus Berlin, die Hamburger Zockerkönigin Katja Thater (42) sowie Senkrechtstarter und Weltmeister 2008 Sebastian "Luckbox" Ruthenberg (24).

Aber auch schräge Vögel waren dabei. So wie Dragan "The Pokerstorm" Galic (35) mit gelber Brille und dickem, silbernen Kettenarmband, der seinen Job als Servicetechniker bei BMW nach 17 Jahren gekündigt hat, weil er als Profispieler weitaus mehr verdient. Oder "Shahin" Zarkesch (36), der hauptberuflich Zauberer ist - Spezialgebiet Spielkarten - und der bereits zwei Falschspieler entlarvt hat.

Beim öffentlichen Finale wird sich wieder ein bunter Haufen in der Poker Lounge einfinden. Schrille Typen, welche, die aussehen, als kämen sie gerade aus dem Büro - und auch solche,denen man es ansieht, dass sie sich regelmäßig an den Spieltischen die Nächte um die Ohren schlagen.

Von 16 Uhr an bis weit nach Mitternacht werden sie nicht nur um den Titel, sondern auch um einen Preisgeldpool von 256 000 Euro zocken. Der wird unter den zehn Spielern des Finaltisches verteilt. Der Erste bekommt rund 70 000 Euro.