HAMBURG. Langzeitarbeitslose sollen in Hamburg möglichst nicht erfahren, dass sie vom 1. Juli an Anspruch auf eine Sozialkarte des HVV haben. Das geht aus einer Dienstanweisung der für Hartz-IV-Empfänger zuständigen team.arbeit.hamburg vom 25. Mai hervor, die dem Abendblatt vorliegt. Danach soll der "Personenkreis der Berechtigten" und damit der "Arbeitsaufwand für team.arbeit.hamburg so gering wie möglich" gehalten werden. Daher habe man "mit dem HVV abgestimmt, dass es keine Werbung für die Sozialkarte geben wird". Die Sachbearbeiter sollten die Arbeitslosen nicht von sich aus informieren, sondern nur "auf Nachfrage" eine Sozialkarte ausstellen.
HVV-Sondertarife für Arbeitslose verheimlicht
Was soll diese Heimlichtuerei?
Team.arbeit-Chef Thomas Bösenberg (CDU) sprach von einem "Büroversehen". Die Dienstanweisung sei nicht abgestimmt gewesen.
Die GAL-Bürgerschaftsabgeordnete Gudrun Köncke dagegen nannte die Anweisung gestern eine "sozialpolitische Schweinerei".
Inhaber der Sozialkarte bekommen von Juli an fünf Euro Ermäßigung auf HVV-Monatskarten.











