Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger (56) muss sich einmal mehr wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, als Verteidiger eines Neonazis mit Beweisanträgen die Massenvernichtung von Juden in Auschwitz geleugnet zu haben. Der Bundesgerichtshof hatte einen Freispruch des Landgerichts aufgehoben und das Verfahren nach Hamburg zurückverwiesen. Riegers Verteidiger Günther Eisenecker, der gestern während der umfassenden Ausführungen seines Mandanten zur deutschen Geschichte mehrmals einschlief, kündigte zudem an, eine Aussetzung des Verfahrens beantragen zu wollen. Rieger habe damals lediglich von seinem Recht auf freie Verteidigung Gebrauch gemacht. Der BGH sah das anders. Der Prozess wird fortgesetzt.jel