1650 zum großen Teil schwarz gekleidete Demonstranten haben am Freitag auf einem friedlichen Umzug ihren Unmut über die Feiern zum Tag der Deutschen...
1650 zum großen Teil schwarz gekleidete Demonstranten haben am Freitag auf einem friedlichen Umzug ihren Unmut über die Feiern zum Tag der Deutschen Einheit kundgetan. Zu Ausschreitungen kam es während der Demo, die von der Hafenstraße über die Reeperbahn und die Willy-Brandt-Straße zum Rödingsmarkt führte, nicht. Vor Beginn des Aufzugs verbrannte ein Teilnehmer eine Deutschlandfahne, zwei junge Männer wurden von der Polizei aus der Menschenmenge geholt, weil sie als mutmaßliche Diebe identifiziert wurden.
Der "Schwarze Block" - jene Gruppierung, die sonst an der Spitze vergleichbarer Demo-Aufzüge gelaufen war - hat offensichtlich massiven Zuwachs bekommen. Fast alle der am Freitag demonstrierenden Jugendlichen hatten sich in schwarze Windjacken gekleidet, viele von ihnen trugen dunkle Sonnenbrillen und schwarze Mützen. Die Stimmung indes war bei der Demo, die unter dem Motto "Hart Backbord - 3. Oktober: Kein Tag zum Feiern" angemeldet worden war, friedlich. Im Anschluss an den Umzug versuchten immer wieder Kleingruppen, auf das Bürgerfest zu gelangen: Dies dann allerdings in "bürgerlicher Kleidung" und nicht mehr im einheitlichen Schwarz. Die eingesetzten 3600 Polizisten verhinderten Störungen in der HafenCity.
Für Sonnabend, 12 Uhr, kündigten die Veranstalter der Demo ein erneutes Treffen an: Diesmal vor dem umstrittenen Thor-Steinar-Geschäft in der HSH-Nordbank-Passage am Mönckebergbrunnen.











